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Brüten im Erdgeschoss

„Vogel, Nest, Baum, Strauch … oder Vogelkasten“. Man erwartet von Vögeln, dass sie in luftiger Höhe nisten, gut geschützt vor hungrigen Angreifern...
Unsere Garten-Rotkehlchen zählen zu den Bodenbrütern: ihre Nester befinden sich häufig sehr tief unten in der VegetationFoto: KI-generiert

„Vogel, Nest, Baum, Strauch … oder Vogelkasten“. Man erwartet von Vögeln, dass sie in luftiger Höhe nisten, gut geschützt vor hungrigen Angreifern mit scharfen Zähnen und gefährlichen Krallen. Und diese Annahme speist sich völlig korrekt aus der jahrelangen Beobachtung vieler Gartenvögel, die genau das tun. Daher überrascht es vielleicht ein bisschen zu hören, dass es auch Arten gibt, und gar nicht wenige, die ihre Gelege am Boden oder knapp darüber anfertigen, sogenannte Bodenbrüter. Als Erstes fallen einem dazu dann vielleicht Hühnervögel ein … Fasan … Rebhuhn … Wachtel … Namen, die man schon gehört hat. Diese Vögel bewohnen unsere Agrarlandschaften, wo sie lange Zeit recht gut mit dem Mensch und seinem Ackerbau harmoniert haben. Aber auch die Nachtigall hat tief angelegte Nester, die Feldlerche (auffälliger Singflug vertikal über ihrem Nest) und auch außerhalb Fachkreisen weniger bekannte, aber wunderschöne Arten wie Goldammer (gelbes Köpfchen, singt auffällig in Sträuchern), Braunkehlchen (selten in Wiesen mit hochstehenden Stauden auf diesen sitzend zu sehen) und Kiebitz (sensationell manchmal an den Vogelguckerständen am Kohlplattenschlag zu beobachten). Diese Arten sind in ihrem Bruterfolg bedroht von modernen Mäh- und Bearbeitungsmethoden, dem Rückgang von Struktur hin zu Vereinheitlichung von Flächen, die dann keinen Schutz und Unterschlupf mehr bieten. Auch unser Freizeitverhalten spielt eine Rolle. Frei über Felder laufende Hunde und Menschen können Vögel oft auch unbemerkt von ihren Gelegen aufschrecken, bis Gelege unter Umständen aufgegeben werden. Entsprechend hoch sind die Verlustzahlen dieser Vögel. Nahrungsmangel durch Insektenschwund kommt dazu.

Auch im Garten haben wir Bodenbrüter. Typisch sind hier Zaunkönig und Rotkehlchen. Ersterer baut sich ein festes, kugelförmiges Nest tief im gern dornigen Gestrüpp, so vorhanden. Das Rotkehlchen hat eine offene, napfförmige Nest-Mulde, unter Wurzeln, Baumstümpfen und dichten Büschen.

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Ausgabe 19/2026
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