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Buchtipp der Woche

Titus Müller, Die Dolmetscherin, Roman, 409 Seiten, Heyne, 2025 Asta, gebürtige Deutsche, nun Amerikanerin, setzt alles daran, als Dolmetscherin im...

Titus Müller, Die Dolmetscherin, Roman, 409 Seiten, Heyne, 2025

Asta, gebürtige Deutsche, nun Amerikanerin, setzt alles daran, als Dolmetscherin im Nürnberger Prozess arbeiten zu dürfen. Sie treibt das persönliche Motiv an, Göring zur Strecke zu bringen. Dafür hat sie sich sogar beim russischen Geheimdienst verdingt. Ihre Arbeit als Dolmetscherin wird geschätzt und so darf sie als einzige Frau für die Amerikaner dolmetschen. Um ihrem Ziel näherzukommen, engagiert sie einen deutschen Soldaten, sich in SS-Kreisen umzuhören und Fakten gegen Göring zu sammeln. Fast verstrickt sie sich in ihren geheimen Aktionen. Müller bindet in diese Rahmenhandlung Hintergründe zur historischen Bedeutung des Nürnberger Prozesses und die Art der Zusammenarbeit der Siegermächte ein. Das ist hoch spannend und interessant. Im Nachwort Informationen zu den historischen Vorbildern der Personen und Literaturangaben.

Katja Früh, Vielleicht ist die Liebe so, Roman, 302 Seiten, Diogenes, 2025

Anjas top-fitte Mutter plant ihre Beerdigung, den genauen Todeszeitpunkt hat sie bereits festgelegt. Mit diesem Paukenschlag startet die Geschichte um eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Aus Anjas Perspektive werden die Vorbereitungen geschildert, die egomanischen und rücksichtslosen Erwartungen mütterlicherseits, sie dabei zu unterstützen und in den letzten Minuten zu begleiten. Anja ist verwirrt und kämpft mit Schuldgefühlen. Wie ernst ist es ihrer Mutter wirklich? Ist sie einfach nur einsam oder ist das Ganze als weitere Demütigung der Tochter gedacht? Muss sie ihr tatsächlich alle Wünsche erfüllen und z. B. den Hund vergiften? Zum Glück gibt es Barbesitzer Mike, die Stammgäste Oli und Jack, Mutters Freundin Nelly und Anjas Psychotherapeuten, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Romandebüt der Schweizer Regisseurin, Kolumnistin und Drehbuchautorin ist ausgesprochen unterhaltsam. Die Figuren sind lebendig, der Schreibstil mit vielen Cliffhangern sorgt für Spannung. Und obwohl das Gelesene oft sprachlos macht, wirkt das autobiografisch inspirierte Buch sehr ungezwungen.

Gregor Eisenbeiss, Checker Tobi 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde, Kinderbuch ab 8, 131 Seiten, cbj, 2025

"Checker Tobi stößt auf eine alte Rätselfrage aus seiner Kindheit: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Seine Suche nach einer Antwort führt ihn an entlegene Orte wie Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko. Mit jedem Schritt kommt er der Lösung näher, und schließlich findet er heraus, was diese scheinbar unterschiedlichen Orte verbindet. Doch mit der Auflösung, die sein achtjähriges Ich noch kannte, hätte er nie gerechnet" Das Buch zum 3. Kinofilm vom beliebten TV-Star "Checker Tobi. In der Mitte des Buchs befinden sich auf 15 Doppelseiten Bonusmaterialien, Einblicke hinter die Kulissen und farbige Fotografien aus dem Film.

Tamara Böhm, Büchereimitarbeiterin

Erscheinung
Mitteilungsblatt Plankstadt
Ausgabe 11/2026
von Bücherei Plankstadt
11.03.2026
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