
Am Dienstagabend blickte der „alte“ und neugewählte Bürgermeister Uwe Grempels auf eine voll besetzte Rheinfrankenhalle und freute sich sichtlich ob des großen Interesses vonseiten der Altußheimer. Dazu konnte er zahlreiche Ehrengäste wie Bürgermeisterkollegen, deren Stellvertreter sowie Abgeordnete aus Land- und Bundestag begrüßen. Sein weiterer Dank galt dem Musikverein und dem AGV Frohsinn, die sich für die musikalische Umrahmung des Abends verantwortlich zeichneten. Mit launigen Worten und einem Augenzwinkern setzte Grempels seine Begrüßung fort und kam dann zum Rückblick auf das vergangene Jahr. Ganz aktuell bedankte sich Uwe Grempels für seine Wiederwahl am 11. Januar und lobte die hohe Wahlbeteiligung. Im Rückblick zeigte sich Grempels dankbar, dass Altlußheim und die Umgebung von großen Katastrophen und schweren Unglücksfällen verschont wurden. Damit konnte er zur Freiwilligen Feuerwehr überleiten, die in 2025 den neuen Gerätetransportwagen und das Mehrzweckboot nach jahrelanger Vorbereitung in Empfang nehmen konnten. Dramatische Einsätze gab es keine und gibt es hoffentlich auch im neuen Jahr nicht, betonte der Bürgermeister. Begeistert erzählte er von der Jahreshauptübung der Feuerwehr, die an und in der Albert-Schweitzer-Schule durchgeführt wurde. Die hervorragende Ausbildung und der neue technische Stand der Wehr sei ein klares Versprechen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Er hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als ein Alarm losging und die anwesenden Feuerwehrmänner im Laufschritt die Rheinfrankenhalle verlassen mussten. Später gab es Entwarnung. Auch das Thema Jugend und Kinder lag im Fokus der Ansprache. Mit der im Frühling eingeweihten Pumptrackanlage, dem Mehrzweck- und Soccerfeld hinter der Rheinfrankenhalle wurde eine großartige Freizeitmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Im neuen Jahr soll der Hartplatz vom SVA in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden, was den steten Trainingsbetrieb des Vereins erleichtern wird. Für die Kleinen wurde der Spielplatz am Messplatz ertüchtigt und für eine hohe Summe neu und bedarfsgerecht gestaltet. Ein Großprojekt war der Anbau an die Albert-Schweitzer-Schule mit Neugestaltung des Außenbereichs, der mit sechs Millionen Euro zu Buche schlug, aber es wurden neben Klassenzimmern auch Räumlichkeiten für die Bücherei, die Mensa und den Jugendtreff geschaffen. Damit kann die Gemeinde den seit 1. Januar 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllen. Aber auch die Senioren werden in der Planung bedacht und das geplante Alten- und Pflegeheim vor der Kita Sonnenschein ist ein Herzensprojekt der Gemeinde und wird mit aller Kraft vorangetrieben. Das Projekt ist komplex, informierte Grempels, und viele Behörden sind beteiligt. Da das Heim an einer Kreisstraße liegt, gibt es diverse Auflagen und das verzögerte auch die Genehmigungen. Aber soweit ist alles auf dem Weg und es kann gebaut werden. Weiterhin hält die Gemeinde fest an den Seniorennachmittagen und dem jährlichen Ausflug. Aber auch die Feste und Veranstaltungen in der Gemeinde waren und sind wichtig. Der Rosenmontagsumzug, das Straßenfest, Kerwe und der Weihnachtsmarkt. Hier sind Begegnungsstätten und ein geselliges Miteinander gegeben und wichtig, betonte Grempels. Auch die Entwicklung von Bebauungsplänen mit dem Gemeinderat waren Aufgaben im vergangenen Jahr. Aber auch zukünftig steht einiges auf der Agenda. Im Bereich der Photovoltaikanlagen sind neben denen auf Bauhof und Schule insgesamt sechs Anlagen in Betrieb, zusammen mit den Privatanlagen gibt es im Ort 735 PV-Anlagen, die 9,5 Megawatt Strom produzieren. Damit ist Altlußheim innerhalb der HORAN Gemeinschaft Spitzenreiter. Die verpflichtende Wärmeplanung bis 2028 wird zusammen mit Neulußheim und Reilingen beraten. Des Weiteren steht der Austausch von Wasserzählern an, die digitalisiert werden sollen. Der Austausch der Uhren wird von Netze BW durchgeführt. Der Gemeinderat wird sich mit der Erstellung eines umfassenden Verkehrs- und Mobilitätskonzepts befassen, die dazugehörigen Fördergelder wurden bereits beantragt. Dazu kommen noch die geplanten barrierefreien Bushaltestellen. Im öffentlichen Nahverkehr gibt es eine Anbindung an den Bahnhof Walldorf-Wiesloch, die regelmäßig verkehrt, über den Tag verteilt sind es zehn Direktverbindungen. Uwe Grempels informierte noch zur aktuellen Lage der Postfiliale, wo die Post derzeit Gespräche mit möglichen Interessenten führt. Das Freizeitzentrum „Blausee“ hat einen neuen Betreiber, seit 1. Januar 2026 ist die Firma Schimmmaster verantwortlich. Den Vorsitz des Zweckverbandes übernimmt der Neulußheimer Bürgermeister Kevin Weirether. Vor kurzem verwandelte Gemeinderat Timo Baldulf zusammen mit der Feuerwehr und Privatpersonen den Messplatz in eine Eislauffläche. Für einige Tage konnte dank anhaltender Minusgrade ein kurzes Wintervergnügen für die Bevölkerung bereitgestellt werden. Mit besten Wünschen für das kommende Jahr beendete Uwe Grempels seine Neujahrsansprache. Der Musikverein unter der Leitung von Robert Sommer und der AGV Frohsinn unter der Leitung von Maria Löhlein-Mader unterhielten mit schwungvollen Melodien die Besucher. Für die passende Ton- und Lichttechnik sorgte Dieter Rüttinger und sein Team. Ein gemeinsames Lied und das mit dem Publikum gesungene „Badner Lied“ mit Altlußheimer Strophe gab dem Abend einen würdevollen Abschluss. Rund um die Halle haben sich viele Vereine und die Parteien mit Infoständen etabliert und haben über ihre Vereinsarbeit informiert. Der Asylkreis bot Kuchen an, zwei Firmen zur Energieberatung waren da, der Musikverein, die Künstlergruppe, SVA und Vogelverein, VdK und Schachclub informierten über ihre Vereinsarbeit. Die Mitarbeiterinnen von der Gemeinde sorgten für Getränke und letztendlich hatten Annette Schmidt und Jenny Triebskorn für das Buffet gesorgt, das zum Schluss vom Bürgermeister für eröffnet erklärt wurde.
Nach seiner Ansprache oblag es Bürgermeister Uwe Grempels noch, die Blutspender zu ehren.
Trotz moderner Hochleistungsmedizin und KI gibt es keinen Ersatz für menschliches Blut. Es gibt Menschen, die sehr selbstlos sich immer wieder zum Blutspenden bereiterklären und das über viele Jahre hinweg. „Sie schenken Lebenszeit, ohne eine Gegenleistung zu erwarten“, fasste Uwe Grempels zusammen. Lebensretter ohne Blaulicht und Sirene, so bezeichnete Grempels die selbstlosen Bürgerinnen und Bürger. Im Namen von DRK und der Gemeinde dankte er für das Engagement und sowohl vom DRK als auch von der Gemeinde gab es Präsente. Ausgezeichnet wurden:
Für 10 x Spenden Timo Siebig-Gonzalez
25 x Spenden Sigrid Schuller, Daniel Speth und Sylvia Weidner
50 x Spenden Roland Hirn und Helmut Rembert
75 x Spenden Christine Benninger