Es war ein durchaus besonderes Wiedersehen – anlässlich der neuerlichen Restaurierung der Zwingenberger Fähre, kamen Norman Link und Peter Kirchesch kürzlich in Eggenstein-Leopoldshafen mit dem dortigen Bürgermeister Lukas Lang und den Verantwortlichen der AG Ortsgeschichte zusammen. Die Agendagruppe Ortsgeschichte hatte in vielen hundert Arbeitsstunden die „Zwingenberg II“, die in Eggenstein-Leopoldshafen „Sophie“ getauft wurde, restauriert. Am vergangenen Wochenende fand das diesjährige Fährfest statt, bei dem die Besucherinnen und Besucher des Festes die Fähre bewundern konnten. Auch eine Abordnung aus Zwingenberg, die ehemaligen Fährführer Eugen Emmig, Rudi Bussmann und Otto Kaufmann war vor Ort bei „ihrer“ Fähre.
Im regen Austausch mit BM Lukas Lang, den Aktiven des AG Ortsgeschichte und dem Hauptamtsleiter der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, zeigten sich Norman Link und Peter Kirchesch begeistert von der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit. Dass die Fähre 2011 vor der Verschrottung hat gerettet werden können, war auch ein Verdienst von Hauptamtsleiter Jürgen Ehrmann, der seinerzeit den Bericht im SWR gehört hatte und Kontakt zur Gemeinde Zwingenberg aufnahm. Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen erwarb die Fähre dann für einen symbolischen Preis von einem Euro und rettete sie damit vor der Verschrottung. Die Fähre ist baugleich mit der, die bis in die 1960er Jahre Leopoldshafen und Leimersheim über den Rhein verbunden hatte.
Nach emotionalem Abschied aus Zwingenberg und der Ankunft im Museumshafen von Leopoldshafen machten sich die Aktiven schon 2011 an die Sanierung der „Zwingenberg II“. 600 – 700 Arbeitsstunden wurden nun erneut aufgewendet, um „Sophie“ mit dem Beiboot „Leopold“ für die Nachwelt zu erhalten. Die beiden Namen stehen in engem Zusammenhang mit dem gefeierten Jubiläum der Namensgebung des Ortsteils Leopoldshafen – Leopold von Baden (1790–1852) und seine Ehefrau Sophie von Baden (1801–1865) regierten von 1830 bis 1852 als Großherzogspaar von Baden.
Die beiden Gäste aus Zwingenberg brachten das Heimatbuch „Am Neckar zuhause“ für die Aktiven der AG Ortsgeschichte mit ebenso wie einen Gutschein als Erkennung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit zum Erhalt der Fähre. Es soll nicht der letzte persönliche Austausch gewesen sein – da waren sich alle einig.


