Am 23. Mai 2026, dem 77. Geburtstag der deutschen Verfassung, fand deutschlandweit erstmals der „Ehrentag“ als eine Initiative des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt statt. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle“ wurde dazu eingeladen, sich zu engagieren. Der Tag sollte daran erinnern, dass Demokratie vom Mitmachen lebt. „Je mehr Menschen aktiv werden und vielfältige Ideen für Aktionen vor Ort einbringen, desto abwechslungsreicher wird es“ – so der Aufruf, sich zu engagieren und mitzumachen. Bei den Aktionen sollte es nicht unbedingt darum gehen, dass ein bestimmtes Ziel erreicht wird, sondern Menschen sollen sich begegnen, zusammen Spaß habe und Gemeinschaft erleben.
Auch in Bad Wildbad wurden auf Initiative der Stadtverwaltung unter Federführung von Timea von Kraus engagierte Bürger gesucht, die sich mit Aktionen einbringen wollten. Auf den Aufruf hin erklärten sich 10 Menschen verschiedenen Alters bereit, ihren Samstagvormittag in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und sich ehrenamtlich einzubringen. Die Spannweite der Aktionen reichte vom Müllsammeln bis zum Engagement sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Senioren.
Hans Schrafft und Gerhard Seeger öffneten im Jugendhaus ausnahmsweise einmal am Samstag ihre Elektronik-Werkstatt. Unter der fachkundigen Anleitung der beiden „Männer vom Fach“ bietet die Elektronikwerkstatt seit Jahren immer donnerstags ein hochwertiges Angebot für Kinder und Jugendliche. Löten, Programmieren und Tüfteln – hier können Kinder selber elektronische Projekte verwirklichen. Eine Taschenlampe, ein fahrender Roboter oder ein elektronischer Würfel sind nur einige Beispiele.
Für und mit Senioren war Margarete Burkhardt unterwegs. Sie wollte mit einigen Bewohnern des König-Karl-Stifts im Kurpark spazieren gehen. Es sei nicht immer einfach, wenn die Mobilität im Alter nachlasse und ein Rollstuhl oder Rollator den Aktionsradius einschränken. „Die Menschen freuen sich, wenn sie die schönen Blumen im Kurpark sehen und das bunte Leben auf den Straßen des Städtles genießen können“, so die Motivation der engagierten Seniorin.
Auch Ewald Lauinger dachte an benachteiligte Mitbürger. Er brach direkt nach dem Treffen im Rathaus ins Johanneshaus auf. Er wollte den Bewohnern eine Tiefenentspannung mit Fantasiereise anbieten. Passend zum schönen Wetter und der Wärme hatte er einen Strandspaziergang geplant. „Mal sehen, wie weit wir kommen“, meinte er schmunzelnd.
Angelina Bott wollte mit Ehemann Michael, Sohn Mika und Tochter Mayla dem Müll in Bad Wildbad ein Ende bereiten. Der Müllsammelaktion schlossen sich auch Helmut von Kraus und Olesia Kachmar an. Für die Müllsammler gab es praktische Greifzangen, Müllsäcke und Einmalhandschuhe.
Allen Ehrenamtlichen gab Timea von Kraus den Dank der Stadtverwaltung mit auf den Weg. Als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit überreichte sie jedem Mitstreiter eine Rose. Für unterwegs, egal ob im Kurpark, in der Werkstatt, am Strand oder beim Müllsammeln gab es etwas Süßes und ein Spezi gegen den Durst gespendet vom Restaurant Foxy-Bräu.(gg)