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Chuzpe, Mischpoche & Co.: Jiddische Wörter

Die ersten jüdischen Einwohner von Leutershausen und Großsachsen sind um das Jahr 1550 nachweisbar. Besonders in Leutershausen entwickelte sich – trotz...

Die ersten jüdischen Einwohner von Leutershausen und Großsachsen sind um das Jahr 1550 nachweisbar. Besonders in Leutershausen entwickelte sich – trotz zeitweiser Vertreibungen – unter dem Schutz des örtlichen Adels eine zahlenmäßig bedeutende jüdische Gemeinde. Die Juden in Hirschberg haben kein Jiddisch gesprochen. Das hätte wohl auch ihrer Absicht der Emanzipation und Assimilation widersprochen.

Jiddisch unterteilt sich in Ost- und Westjiddisch, wobei Ostjiddisch heute die dominante Form ist. Westjiddisch ist durch Assimilation weitgehend ausgestorben. Die Zuwanderer aus Polen, dem Baltikum in der Ukraine im frühen 20. Jahrhundert sprachen Ostjiddisch. Ostjiddisch lebt nach dem Holocaust vor allem in chassidischen Gemeinden weltweit weiter.

Die hiesigen Viehhändler verwendeten jedoch eine eigene Sprache, eher mit dem Rotwelsch verwandt, von der sie annahmen, dass ihre Kunden es nicht verstanden. Es wird Lotegorisch genannt. Diese Händlersprache ist angelehnt an das Westjiddische im Leiningerland, wo im ausgehenden 18. Jahrhundert eine größere Zahl Juden angesiedelt wurde, die von dort aus dann oftmals als Wanderhändler tätig wurden.

Viele umgangssprachliche Wörter, die wir heute noch kennen, stammen aus dem Jiddischen.

Haben Sie gewusst, dass die folgenden Begriffe aus dem Jiddischen stammen? Und wissen Sie, was diese bedeuten?

Chuzpe – baldowern – Geseire – Macke – Mischpoche

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße
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Ausgabe 15/2026
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Orte
Hirschberg an der Bergstraße
Kategorien
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