
Im Jahre 1861 wandert Konstantin Kleindienst mit seiner Frau Agnes und zusammen mit 4 Kindern von Empfingen nach Amerika aus. Ein fünftes Kind ist bereits unterwegs.
Der Familienname ‘Kleindienst’ erfährt eine Umformierung bzw. eine Vereinfachung, vermutlich weil er für die Amerikaner schwer auszusprechen ist. Das Wort ‘Klein’ wird in der amerikanischen Lautsprache als ‘Cline’ geschrieben. Der letzte Namensteil ‘dienst’ ist möglicherweise aufgrund der schwierigen Aussprache entfallen, weil Wörter mit harten Konsonanten in dieser Sprache ungewohnt sind. Aus Konstantin Kleindienst wird ‘Constantine Cline’.
Auf einem Berghang im heutigen ‘Memorial Mohican Shrine’ baut sich Constantine Cline im Jahre 1863 ein Blockhaus – ein sogenanntes ‘Cabin’ – das “Cline-Cabin”. Später erwirbt er zwei Grundstücke dazu.
Zwei nachfolgende Generationen der ‘Clines’ leben in diesem Haus, bevor es im Jahre 1947 zusammen mit dem Anwesen an den US-Staat Ohio verkauft wird, der später aus diesem Gebiet den Nationalpark ‘Mohican-Memorial State Forest’ macht.
Die ‘Youth Conseravtive Corps’ versetzt das Blockhaus in den Jahren 1979/1980 in den 5 km entfernten ‘Mohican State Park – Campingplatz’. Dort wird das Blockhaus bis zum heutigen Tag für Projekte des Naturschutzes und der Naturforschung genutzt.
Günther Reich (1940 – 2016) und Max Thalheimer (1927 – 2018) bauen dieses kleine, hier gezeigte Modell anhand von Fotos originalgetreu nach.
Der gelernte Schreiner Max Thalheimer hat noch mehrere detailgetreue Modelle geschaffen. Einige aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft sind im Empfinger Heimatmuseum ausgestellt.