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CO macht KO

Der Frühling naht, so mancher sehnt sich nach einer Bratwurst oder anderen Köstlichkeiten vom Grill! Aber das Wetter spielt zum Grillvergnügen nicht...
Foto: Feuerwehr Meschede

Der Frühling naht, so mancher sehnt sich nach einer Bratwurst oder anderen Köstlichkeiten vom Grill! Aber das Wetter spielt zum Grillvergnügen nicht mit … nach wie vor wird dann mancherorts der Holzkohlegrill oder Gasgrill und weitere Modelle in geschlossenen Räumen verlagert. Schlagzeile in der Tagespresse: Fünf Jugendliche beim Grillen in einer Garage und zwei Erwachsene im angrenzenden Wohnhaus durch Kohlenmonoxid verletzt! Denn in geschlossenen Räumen sammelt sich beim Grillen schnell Kohlenmonoxid in der Luft an – man sieht es nicht und kann es auch nicht riechen, dafür kann es durch Wände und Decken dringen.

Gefahr: Indoor-Grillen

Die Zahl der Kohlenmonoxid-Unfälle bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau und fordert immer wieder Opfer. Experten und die Feuerwehr warnen davor, in geschlossenen Räumen zu grillen. Nicht nur beim Holzkohlegrill entsteht Kohlenmonoxid, welches ein Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff ist – und hochgradig giftig. Darüber hinaus ist es farb-, geruch- und geschmacklos und nicht reizend. Eine Gasvergiftung durch Kohlenmonoxid wird beim Indoor-Grillen immer noch häufig unterschätzt, dabei endet sie nicht selten tödlich. Das gefährliche Gas entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Grillbriketts und Holzkohle, Kohle.

Die Gefahren von Kohlenstoffmonoxid

Erste Anzeichen für eine Gasvergiftung beim Indoor-Grillen sind Kopfschmerzen, gerötete Haut, Schwindelgefühle und Ohnmacht. Kohlenmonoxid hat dabei auch fatale Folgeschäden, wenn die Vergiftung rechtzeitig erkannt wird: Hirnschäden können eine Folge von Kohlenmonoxid-Vergiftungen sein, da das Gas den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Bei einer rechtzeitigen Erkennung wird eine Gasvergiftung daher immer mit 100 % Sauerstoff zur Vertreibung des Kohlenmonoxids aus dem Blutkreislauf behandelt. Übrigens kann Kohlenstoffmonoxid auch bei einem Kamin mit seinem Kamineinsatz, Pelletofen und Kaminofen freigesetzt werden.

Wie Sie sich schützen

Unabhängig davon, ob Sie einen Holzkohlegrill oder einen Gasgrill betreiben: Die Benutzung von Grills in geschlossenen Räumen, auch in Garagen und Wintergärten, ist ein absolutes Tabu. Deshalb empfehlen wir Ihnen, auch bei schlechtem Wetter und kalten Temperaturen auf das Indoor-Grillen zu verzichten.

Auch bei geöffneten Türen und Fenstern können die Verbrennungsgase unter Umständen nicht abgeleitet werden. Das Kohlenmonoxid verbreitet sich unbemerkt nicht nur im betroffenen Raum, sondern auch in angrenzenden Räumen reichert sich an und verdrängt dabei die Atemluft. Es sollte für jeden Grillgenuss sichergestellt sein, dass er an der frischen Luft stattfindet – bei schlechtem Wetter können Sie auf offene Pavillons oder Ähnliches zurückgreifen.

Deshalb: Beachten Sie die Tipps und nutzen Grills oder Kamine nur dort, wo sie hingehören: draußen!

Dann steht dem ungetrübten Grillvergnügen nichts mehr entgegen. Ihre Familie und Freunde danken es Ihnen.

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Amtsblatt der Gemeinde Dunningen
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Ausgabe 16/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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