
Vergangene Woche berichteten einige Bürgerinnen und Bürger, sogenannte „Dachhaie“ und andere zwielichtige Gestalten in Malsch gesehen zu haben, die von Tür zu Tür gehen und klingeln. Etwaige Ermittlungsverfahren liegen der Polizei zurzeit jedoch nicht vor.
Bei einem „Dachhai“ handelt es sich um einen betrügerischen Dachdeckerbetrieb, der in der Regel unaufgefordert auf Menschen zugeht und behauptet, dass das Dach ihres Hauses dringend repariert oder saniert werden müsse. Die Betrüger locken mit vermeintlich günstigen Preisen.
Die Masche funktioniert wie folgt: Die Betrüger klingeln zunächst unaufgefordert an der Tür – der sogenannte „Haustürtrick“. Schon bevor ein Auftrag offiziell erteilt wird, betreten die Täter häufig das Dach und beginnen mit Arbeiten, teilweise decken sie das Dach sogar vollständig ab. So entsteht für die Eigentümer der Eindruck, dass die Maßnahmen dringend notwendig sind. Viele fühlen sich gezwungen, den Auftrag anzunehmen.
Nach Abschluss der Arbeiten fordern die Täter dann hohe Summen, die oft im fünfstelligen Bereich liegen, und drohen mit Konsequenzen, falls die Opfer nicht zahlen. Die Polizei rät deshalb, bei unaufgeforderten Dachangeboten besonders skeptisch zu sein, keine Zahlungen ohne schriftlichen Vertrag zu leisten und im Zweifel Handwerksbetriebe über offizielle Kanäle zu beauftragen. In der Regel richten sich die Angebote der „Dachhaie“ gezielt an ältere Menschen, entweder direkt an der Haustür oder über kostenlose Anzeigen in Wochenblättern.
Das Polizeipräsidium Karlsruhe konnte auf Anfrage mitteilen, dass im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Ettlingen nur ein Fall sogenannter „Dachhaie“ bekannt sei. Der Vorfall wurde im September 2025 gemeldet.
Hieraus hätten sich bislang keine strafrechtlich relevanten Handlungen ergeben. Zurzeit liegen keine weiteren Ermittlungsverfahren vor.