Nach einer starken Aufholjagd der Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen gegen den Tabellenzweiten TSV Wolfschlugen stand die HSG am Ende dennoch mit leeren Händen da. Beim 30:31-Endstand hatte das Team von Daniel Weinheimer einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt, zur Pause ausgeglichen und führte viereinhalb Minuten vor Schluss sogar 30:29. „Sehr bitter – die Mädels hätten mindestens einen Punkt verdient“, so Weinheimer.
Der Start verlief zäh: Erst nach fast sieben Minuten gelang Jana Pahl der erste HSG-Treffer zum 1:5. Anschließend brachte Nicola Baumann, am Ende mit neun Toren beste Werferin, gemeinsam mit Samira Schulz die Gastgeberinnen auf 9:11 heran. Zwar setzte sich Wolfschlugen nochmals auf 16:12 ab, doch eine starke Schlussphase mit stabiler Abwehr und einem sehenswerten Wurf von Nicole Weschenfelder brachte den 16:16-Pausenstand. „Über den Kampf kamen wir zurück“, sagte Pahl.
Nach Wiederanpfiff ging Wolfschlugen erneut mit 20:18 in Führung. Danach blieb das Spiel offen, ohne dass sich ein Team absetzen konnte. Beim 30:29 nahm der TSV eine Auszeit – und profitierte kurz darauf von einer Zwei-Minuten-Strafe gegen die HSG, während Wolfschlugen selbst ohne Zeitstrafe blieb. „Man konnte sich heute nicht auf die Linie der Schiedsrichter einstellen“, kritisierte Weinheimer.
Die HSG überstand die Unterzahl fast vollständig, doch dann traf Maike Wohnus zum 30:30. 27 Sekunden vor dem Ende nahm Weinheimer erneut eine Auszeit, doch Schulz vergab – und im Gegenstoß setzte Wohnus fünf Sekunden vor Schluss den 30:31-Endpunkt.
Trotz der Niederlage bleibt die HSG Zehnte, da Schutterwald und Gröbenzell ebenfalls verloren. Zum letzten Spiel des Jahres reist St. Leon/Reilingen am Samstag, 6. Dezember (19 Uhr), zu den Kurpfalz-Bären nach Ketsch.
HSG: Friedrich, Dörr, Lang – N. Weschenfelder (1), Nussbaumer, Scholl (2), Hofmann (1), Haupt (1), Hornstein (4), Pahl (4), C. Weschenfelder (1), Schulz (4/1), Schieszl, Baumann (9), Rimpf (3/1)


