Der Bund für Heimatkunde und das Museum im Adler luden am letzten Donnerstag zur Veranstaltung „Liebeleien und Lyrik“ ein. Durch besondere Umstände wurde von Renate Walter und Doro Weiß dieses Spiel aufgeführt. Sie verwandelten sich vielmehr in den Szenen in jeweils zwei starke, emanzipierte Frauen, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten und sich mit zum Teil großem Altersunterschied im Jahr 2026 trafen. Sie unterschieden sich auch in ihrer Kleidung, nicht aber in ihrer außergewöhnlichen Bedeutung, wie es sich im Dialog über ihre Lebensläufe zeigte. So traten Hildegard von Bingen (geb. 1098), Universalgelehrte, Mystikerin und Äbtissin und Maria Sibylle Merian (geb. 1647), Naturforscherin und Künstlerin, gemeinsam auf, oder auch Loreley und Alice Schwarzer, Hildegard Knef und Maria Anna Mozart. Und immer wieder fanden die insgesamt acht Paare viele Gemeinsamkeiten in ihrem Dasein.
Das Publikum konnte über diese Frauen staunen, manchmal aber auch herzhaft lachen, und nachdem das letzte Paar von der Bühne trat, brandete großer Beifall auf. Aber nicht genug damit, die Darstellerinnen forderten nun die Gäste zu einer Polonaise auf, und es gab wieder Gelächter, als sich die lange Reihe zur Musik durch den Museumsraum bewegte.
Auch das Buffet, das mit Getränken von den Veranstaltern in der Pause angeboten wurde, fand großen Anklang, sodass wiederum beim „Treffpunkt Adler“ von einem wohltuenden, amüsanten Abend gesprochen werden kann.
Wenn Sie noch alte Fotos von Benningen suchen, so können Sie 13 Stück im diesjährigen Benninger Kalender finden. Er ist noch im Museum im Adler zu kaufen, auch als Ostergeschenk.


