
Am Ostermontag ging in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe das größte Schachturnier der Welt, das „grenke Chess Festival“, zu Ende. Unter 3.658 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schaffte es dabei ein Schachspieler aus Bad Herrenalb unter die Preisträger.
Es ist schon etwas ganz Besonderes – und ein echtes Privileg für uns Schachspieler aus der Region. Das größte Schachturnier der Welt fand mittlerweile zum wiederholten Male in Karlsruhe statt. Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Welt, darunter auch die absolute Weltelite, trafen sich über die Ostertage in der badischen Hauptstadt. Namen wie Magnus Carlsen, Vincent Keymer, Hans Niemann, Jennifer Yu oder Dinara Wagner waren vor Ort. Es war, als würde man durch einen Saal gehen, in dem sich die Stars eines Champions‑League‑Finales Tisch an Tisch gegenübersitzen – mucksmäuschenstill, hochkonzentriert und man selbst mittendrin, atmend in der Hoffnung, dass ein klein wenig ihrer Brillanz über die Luft auf einen übergeht.
Je nach Spielstärke wurden die Teilnehmenden in ein A‑, B‑ oder C‑Turnier eingeteilt. Die Schachfreunde aus Bad Herrenalb wurden in Karlsruhe durch Patrik Dieterle, Viktor Becker, Eduard Becker und Andreas Schreiber vertreten. Die drei Erstgenannten erzielten am Ende jeweils rund 50 % der möglichen Punkte und machten sich nach der letzten Partie müde, aber zufrieden auf den Heimweg.
Andreas Schreiber jedoch konnte mit einer ganz besonderen Einzelleistung auf sich aufmerksam machen. Durch ein starkes Turnier erspielte er sich einen Platz auf der Hauptbühne zur Siegerehrung. Bis zum letzten Tag blieb er ungeschlagen und hatte lange sogar Chancen auf den Gesamtsieg im C‑Open. In den beiden abschließenden Partien musste er sich zwar geschlagen geben, doch mit 6,5 Punkten aus 9 Partien sicherte er sich dennoch den 1. Platz in der Seniorenwertung der C‑Gruppe. In der Gesamtwertung belegte er damit einen hervorragenden 36. Platz unter 640 Teilnehmern im C‑Open.
Ein großartiges Ergebnis, das zeigt: Auch im größten Schachturnier der Welt kann ein Spieler aus Bad Herrenalb ganz vorn mitspielen.