Määh-Bier – Diesen Etiketten-Aufdruck lesen Schäferlauf-Freunde doch gerne. Denn er bedeutet, dass das Festbier bald wieder in den Regalen der örtlichen Getränkehändler und Supermärkte zu finden ist. Die Sonderabfüllung der Hochdorfer Kronenbrauerei hat begonnen und ab Ende Mai ist das Määh-Bier erhältlich.
Der Wildberger Schäferlauf war eines der ersten Feste in der Region, das seine Besucher mit einem eigenen Festbier verwöhnte. Gleichzeitig gehört das Määh-Bier zu jenen Besonderheiten, welche die Vorfreude auf den bevorstehenden Schäferlauf sichtbar – und schmeckbar – machen. Nach der offiziellen Vorstellung der Sonderabfüllung wird das Schäferlauf-Bier bei städtischen Veranstaltungen ausgeschenkt, von Vereinen bei ihren eigenen Events ausgegeben und natürlich auch privat genossen, sei es zuhause nach Feierabend, beim Fußball-Schauen oder bei einem Grillabend mit Freunden.
Vergangene Woche war es endlich so weit: Vertreter von Stadtverwaltung, Organisationsteam und Vereinsgesellschaft waren bei Familie Haizmann in der Hochdorfer Kronenbrauerei zu Gast, um die ersten Flaschen Määh-Bier zu kosten.
Für die Sonderabfüllung wird ein echter Klassiker verwendet: das Hochdorfer Helle. Dass diese Wahl genau richtig war, beweist auch die jüngste Auszeichnung als „Bestes Vollbier hell“.Eine Experten-Jury der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat das Helle der Hochdorfer Kronenbrauerei im Rahmen ihrer Internationalen Qualitätsprüfung für Bier und Biermischgetränke 2025 mit dem Titel gekürt.
Bei diesem Anblick läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Nichts löscht den Durst an einem warmen Sommertag so gut wie ein Schluck Bier. Beim Määh-Bier greift auch gerne mal der ein oder andere zu, der sonst kein so großer Biertrinker ist. Zum einen, weil das Helle zwar einen klaren, aber nicht allzu dominanten Biergeschmack aufweist und weder sonderlich bitter noch sonderlich herb ist. Zum anderen, weil eine Flasche vom Festbier das Schäferlauf-Feeling einfach komplett macht. Da waren sich auch die Anwesenden bei der Vorstellung der Sonderabfüllung 2026 einig.
15.000 Flaschen Festbier warten darauf, verkauft und getrunken zu werden. Und keine Sorge: Ist die Nachfrage größer, wird selbstverständlich noch mehr Määh-Bier abgefüllt. „Ich freue mich, dass wir wieder ein Festbier abfüllen dürfen.“ Mit diesen herzlichen Worten und viel Gastfreundschaft begrüßte Eberhard Haizmann die Wildberger Abordnung im Sudhaus. „Wir freuen uns sehr über die langjährige Zusammenarbeit.“ Besonders gefalle ihm am Wildberger Schäferlauf, dass Vereine die Bewirtung übernehmen.
Zusammenhalt erzeugt Lebensqualität
„Tradition verpflichtet“, gab Bürgermeister Ulrich Bünger schmunzelnd zurück. Auch er findet es „wunderbar“, dass sich Wildberger Ehrenamtliche auf diese Weise am Schäferlauf beteiligen. Gleichzeitig können die bewirtenden Vereine damit Geld in die Vereinskassen holen. „Und es macht ja trotz Schaffen Spaß, wenn man miteinander etwas macht“, ergänzte Ulrich Bünger. Es sei gar nicht so einfach, eine so große Stadt wie Wildberg zusammenzuhalten. „Da braucht es genau solche Anlässe wie den Schäferlauf.“ Und natürlich freute sich der Bürgermeister auch, dass beim Schäferlauf die Vereine und die Stadt gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Ohne das Ehrenamt könne eine so große Veranstaltung gar nicht stattfinden, war Ulrich Bünger überzeugt und bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz.„Es ist wichtiger denn je, solche Veranstaltungen gemeinsam durchzuführen“, pflichtete Eberhard Haizmann bei. „Der Zusammenhalt innerhalb einer Stadt erzeugt Lebensqualität.“
Der Wildberger Schäferlauf sei eines der ersten Feste mit einem eigenen Bier gewesen, erinnerte Maximilian Ormos, der Kulturbeauftragte der Stadt Wildberg und gleichzeitig – gemeinsam mit Eberhard Fiedler – Hauptorganisator des Schäferlaufs. Nach wie vor sei das Festbier ein wichtiger Bestandteil des Schäferlaufs, denn es zeige wochenlang die Vorfreude auf das Heimat- und Brauchtumsfest. Und mit Blick auf die vielen Aufgaben, die in den kommenden Wochen noch vor ihm und seinem Team liegen, war Maximilian Ormos auch erleichtert, einen so wichtigen Punkt wie die Sonderabfüllung abhaken zu können.
Wieso kommt das Festbier aus Hochdorf?
Die Wahl auf die Hochdorfer Kronenbrauerei fiel ganz bewusst, denn für ein regionales Heimatfest wie den Schäferlauf sollte es auch ein regionales Festbier sein. In der Hochdorfer Kronenbrauerei wird Wasser aus dem Schwarzwald verwendet, das Braugetreide stammt ebenfalls aus der Region. Es wird extra von RegioKorn-Landwirten angebaut, getrennt gelagert und zu Malz verarbeitet. „Wir haben immer eine sehr gute Getreidequalität“, betonte Eberhard Haizmann. Gleichzeitig werde jährlich mit den Landwirten über die Preise gesprochen, denn zu regionaler Wertschöpfung gehöre auch eine faire Bezahlung.
Der Hopfen ist die wohl größte Besonderheit, denn er stammt aus dem eigenen Hopfengarten. Die Kronenbrauerei ist eine von nur zwei in ganz Deutschland, die ihren Hopfen noch im eigenen Garten anpflanzt.
Im Sinne gelebter Nachhaltigkeit wird die Energie der Brauerei ausschließlich über Holzhackschnitzel aus Wäldern der Umgebung gewonnen. Strom wird mittels PV-Anlage auf dem Dach erzeugt. Durch sein Engagement erhielt der Familienbetrieb mit seinen rund 50 Mitarbeitern das Zertifikat klimaneutral. Die regionale Verbundenheit, das Verantwortungsgefühl gegenüber der eigenen Heimat, das Pflegen einer lokalen Tradition, aber immer auch mit dem Blick auf die Zukunft, aktuelle Herausforderungen und Anforderungen – all diese Elemente zeichnen auch den Wildberger Schäferlauf aus.