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Das Müllsammeljahr hat richtig gut begonnen

Fünf Müllsammler haben sich am Treffpunkt eingefunden und es hätten gerne noch mehr sein können. Schnell war uns klar, dass wir das vorgesehene Pensum...
ein ausgedienterChristbaum liegt im öffentlichen Grün
Im öffentlichen Grün entsorgter Christbaum - oder Ergebnis der Tannenbaum - Weitwurfchallenge?Foto: SL

Fünf Müllsammler haben sich am Treffpunkt eingefunden und es hätten gerne noch mehr sein können. Schnell war uns klar, dass wir das vorgesehene Pensum bei dem hohen Müllaufkommen nicht schaffen konnten. Die widerspenstigen Hecken der Straßenbegrenzung gaben den Müll nur widerwillig frei und mit unseren Zangen konnten wir nicht weit genug im Gebüsch herumstochern, ohne unsere Kleidung zu zerreißen. Ein sehr mühseliges Unterfangen, da uns auch noch der eiskalte Wind die Tränen in die Augen trieb.

So füllte sich ein Müllbeutel nach dem anderen mit hochinteressanten Fundstücken und wir musste einige Male zurück zum Auto gehen, um neue Müllbeutel zu holen. Auch auf dieser Tour haben wir wieder viel über unsere Mitmenschen gelernt:

Gleich an der Straßenbahnhaltestelle fanden wir auf der Grünfläche einen entsorgten Christbaum. Warum soll man auch die Angebote der Gemeinde zur Entsorgung annehmen, wenn man selbst kreativ genug ist, ein so schönes Plätzchen für den ausgedienten Baum zu finden?

Einige Schritte weiter, auf der Verkehrsinsel zum Penny, fanden sich eine Vielzahl von leeren Flachmännern aus Glas und Plastik in unterschiedlicher Form und Farbe. Welch seltsame Wirkung doch der Inhalt dieser Flaschen auf Menschen hat. Sie finden weder Müllbehälter noch Glascontainer auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Am Straßenrand fanden sich einige Patronenhülsen… Sollte etwa von hier aus auf die dicken Glasscheiben vom Penny geschossen worden sein?...

Und dann die wundersamen Dinge, die so gerne von Liebespaaren verwendet werden: In einer unglaublichen Vielzahl lagen sie, benutzt und unbenutzt, um das Straßenbahnwartehäuschen herum. Noch bevor Kinder mit ihnen spielen konnten und bevor sie zu Mikroplastik zerfallen konnten, hatten wir sie schon entsorgt.

Einen erstaunlichen Fund machte Pia: Ein sehr ramponiertes stattliches Modell eines Segelschiffes war im Gebüsch gestrandet und wartete zusammen mit einem großen Plastikblumentopf, randvoll mit Erde gefüllt, auf seine Entsorgung.

Als Stephie die Straßenbahngleise kontrollierte, entdeckte sie neben den Schienen zwei stabile aufgebrochene Geldkassetten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Leider können diese Gegenstände nicht ihre Geschichte erzählen.

Ansonsten trafen wir den schon bekannten Müll wie Kronenkorken, Zigarettenschachteln und Kippen, Flaschen und Joghurtbecher sowie Plastikschnipsel an. Müde, aber zufrieden, beendeten wir unsere erste Müllsammelaktion in diesem Jahr.

Waltraud und Stephie

Die nächste Müllsammlung findet am 21. Februar statt.

Dr. Pia Lipp, Sprecherin der AG Umwelt (agumwelt@egg-leo.de)

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exklusiv online
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