
Früher noch ein häufig zu beobachtender Kulturfolger, brach der Bestand des Rebhuhns um 1990 stark ein. Heute noch sieht man den etwa taubengroßen und scheuen Vogel recht selten.
Rebhühner gehören zu den Hühnervögeln. Auf dem Rücken sind sie vorwiegend braungrau marmoriert, ihre Brust ist jedoch grau und das Gesicht orangebraun gefärbt. Die adulten Männchen weisen einen braunen Bauchfleck auf. Auch die Weibchen können diesen Bauchfleck haben, er ist jedoch weniger ausgeprägt. Zudem sind die Weibchen generell matter gefärbt.
Als ehemaliger Steppen- und Waldsteppen-Bewohner Mitteleuropas bis nach Asien wurde das Rebhuhn durch eine sich ausweitende Landwirtschaft zum Kulturfolger, heute auf offenen Flächen wie Wiesen, Feldern und Brachflächen anzutreffen. Es brütet in dichterem Gebüsch und Hecken und braucht eine reich strukturierte Landschaft.
Man kann sie sowohl einzeln als auch in größeren Gruppen antreffen. Nach der Brut bleiben die Jungtiere erst mal bis zum Winter im Familienverband. In besonders strengen Wintern können sich sogar mehrere Familien zusammenschließen. Ansonsten sind die recht scheuen Tiere gerne alleine unterwegs. Rebhühner sind Standvögel.
Adulte Rebhühner ernähren sich vorwiegend von grünen Pflanzenteilen, Körnern oder Samen sowie kleineren Insekten. Jungtiere brauchen in der ersten Zeit vorwiegend Insekten.
Durch die Ausräumung der Landschaft und den hohen Pestizideinsatz mangelt es ihnen an Lebensraum und Nahrungsmöglichkeiten. Die wenigen verbliebenen Flächen sind anfällig für Fressfeinde, zusätzlich werden sie immer noch bejagt.