
Das Matt in 4 Zügen in der Eröffnungsphase gehört zu den häufig gespielten Schachpartien. Es ist insbesondere bei Anfängern beliebt, weil es einen schnellen Gewinn verspricht. Typisch für das Schäfermatt (1. e4 e5 2. Dh5 Sc6 3. Lc4 Sf6? 4. Dxf7 Matt) ist der gemeinsame Angriff des Läufers und der Dame auf den Schwachpunkt f7 in der schwarzen Stellung. Dabei muss der Schwarzspieler den Schäferzug nicht fürchten, denn es gibt genügend Verteidigungsmöglichkeiten. Bei richtigem Spiel kommt Schwarz sogar in Vorteil, da die Dame zu früh von Weiß ins Spiel gebracht wird und der Gegner sie „jagen“ kann. Dadurch verschafft er sich einen Entwicklungsvorsprung. Im Schachtraining macht es aber durchaus Sinn, ungeübten Spielern diese Eröffnungsfalle zu zeigen, damit sie nicht darauf hereinfallen. Außerdem kann mit dem Schäfermatt ein Angriffsmuster auf Schwachstellen gezeigt werden, das in abgewandelter Form in seriösen Eröffnungen zur Anwendung kommt.
Die Schachspieler im Haus der Bürger können größtenteils auf ihre langjährige Erfahrung beim königlichen Spiel zurückgreifen. Ein Schäferzug kommt daher nicht mehr zum Einsatz, vielleicht aber eine andere, weniger bekannte Eröffnungsfalle. Der nächste Schachabend ist übrigens am Montag, 16. März um 19 Uhr.

