Mit einem starken ersten Abend ist in Nürtingen die Reihe „Demokratie jetzt! – Eine Trilogie für Gemeinsinn, Kultur und Sport“ gestartet. Der Auftakt stand unter dem Thema „Die Arbeit am Gemeinsamen – Gemeinsinn, Medien und Partizipation“. Damit wurde ein Ton gesetzt, der für die gesamte Reihe maßgeblich ist: Demokratie soll nicht parteipolitisch verengt, sondern aus der Bürgergesellschaft heraus neu ins Gespräch gebracht werden.
Die Reihe richtet den Blick auf jene Voraussetzungen, ohne die eine lebendige Demokratie nicht bestehen kann: auf Gemeinsinn und ehrenamtliches Engagement, auf Kultur und Bildung als Formen gesellschaftlicher Selbstvergewisserung und auf eine öffentliche Kommunikation, die gemeinsame Wirklichkeit überhaupt erst entstehen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratisches Zusammenleben im Alltag getragen, geschützt und weiterentwickelt werden kann.
Auf dem Podium diskutierten Stefanie Schneider, Landesrundfunkdirektorin des SWR, Thomas Franke von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Dr. Christiane Kohler-Weiß, Dekanin des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen, sowie die beiden Schülersprecher Anestis Aryropoulos und Nicole Bachayan vom Heinrich-Heine-Gymnasium, Nellingen. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Rainer Nübel. Rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten eine Diskussion, die sich schnell als vielschichtig und lebensnah erwies. Im Zentrum standen Fragen nach Vertrauen, Mediennutzung, demokratischer Streitkultur und den Bedingungen gelingender Partizipation.
Dass mit Anestis Aryropoulos und Nicole Bachayan auch zwei junge Stimmen auf dem Podium vertreten waren, war dabei weit mehr als ein symbolisches Signal. Ihre Beiträge machten deutlich, dass Fragen demokratischer Meinungsbildung bereits in der Schule virulent sind und dass digitale Mediennutzung gerade bei jüngeren Menschen früh prägend wird. Zugleich entsprach ihre Beteiligung genau dem Anspruch der Reihe, unterschiedliche Generationen zusammenzubringen und demokratische Kultur nicht nur zu beschreiben, sondern sichtbar zu praktizieren.
Die Reihe wird fortgesetzt am 7. Mai im Schloss Köngen mit der Frage nach der Rolle der Kultur für die demokratische Entwicklung sowie am 11. Juni in Kirchheim mit dem Thema „Der Sport lebt vom Ehrenamt“. Auch am 7. Mai dürfen Anestis und Nicole wieder auf dem Podium dabei sein. Herzliche Einladung an alle Interessierten.


