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//Der Arbeitsmarkt im April//

Während Nagold glänzt, verzeichnet Bad Wildbad eine Quote von 5,5 Prozent Der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald zeigt sich im April 2026 zweigeteilt....

Während Nagold glänzt, verzeichnet Bad Wildbad eine Quote von 5,5 Prozent

Der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald zeigt sich im April 2026 zweigeteilt. Während die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März minimal um elf Personen bzw. 0,1 Prozent sank, bleibt die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern spürbar verhalten. Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk verharrt damit den dritten Monat in Folge bei 4,8 Prozent. Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, sieht den Grund für diese Entwicklung vor allem in der Zurückhaltung der Unternehmen bei Neueinstellungen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Im April wurden lediglich 618 neue Stellen gemeldet – ein Rückgang von über 15 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die Lage im Landkreis Calw und Bad Wildbad

Innerhalb der Region sticht der Landkreis Calw mit einer vergleichsweise stabilen Situation hervor. Die Arbeitslosenquote blieb hier im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 4,0 Prozent und liegt damit sogar unter dem Wert des Vorjahres (4,2 Prozent). Insgesamt waren im Kreis 3.767 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon entfielen 2.068 Personen auf die Arbeitslosenversicherung (SGB III) und 1.699 auf die Grundsicherung (SGB II). Trotz der allgemeinen Zurückhaltung wurden im Landkreis 177 neue Stellen gemeldet, was einen leichten Zuwachs gegenüber dem April 2025 bedeutet.

Ein Blick auf die lokalen Geschäftsstellen zeigt jedoch deutliche Unterschiede. Während Nagold mit einer Quote von 3,4 Prozent den besten Wert im gesamten Agenturbezirk verzeichnet, folgt die Geschäftsstelle Calw mit 3,8 Prozent. Am oberen Ende der Skala liegt hingegen Bad Wildbad: Mit einer Quote von 5,5 Prozent verzeichnet der dortige Bezirk eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit als das Umland.

Fachkräftemangel und Chancen für Nachwuchs

Ein zentrales Thema bleibt die Qualifizierung. Rund zwei Drittel der Arbeitslosen verfügen über keine abgeschlossene Ausbildung, während Unternehmen überwiegend Fachkräfte suchen. Kontinuierliche Weiterbildung gilt daher als entscheidender Schlüssel zur Verbesserung der Chancen am Markt. Hoffnung macht der Ausbildungsmarkt: Hier gibt es rechnerisch mehr unbesetzte Stellen (1.562) als suchende Bewerber (1.256). Besonders in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie sowie Lagerlogistik und Industriemechanik werden derzeit noch händeringend Nachwuchskräfte gesucht.

Entwicklung der Kurzarbeit und Beschäftigung

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk war zuletzt rückläufig und sank bis Oktober 2025 um etwa 1,2 Prozent auf rund 223.000 Personen. Positive Nachrichten gibt es hingegen beim Thema Kurzarbeit: Nach aktuellen Hochrechnungen für Dezember 2025 ist die Zahl der Kurzarbeiter im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Waren es im Dezember 2024 noch über 3.700 Beschäftigte, so nahmen ein Jahr später nur noch rund 2.300 Personen in 142 Betrieben diese Unterstützung in Anspruch. (mm)

Erscheinung
exklusiv online
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
08.05.2026
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