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Der „Hammerbrunnen“, das „Weiherbrünnele“ oder der „Salamanderbrunnen“ – Drei Namen, ein Brunnen

Es ist mit dem Namen und der Herkunft dieses Brunnens schon eine erklärungsbedürftige Sache: Der Name „Hammerbrunnen“ weist auf den sehr beliebten...
Foto: Heimatverein Winterbach

Es ist mit dem Namen und der Herkunft dieses Brunnens schon eine erklärungsbedürftige Sache:

Der Name „Hammerbrunnen“ weist auf den sehr beliebten früheren Winterbacher Förster Ludwig Hammer hin, auf dessen Initiative hin und unter dessen Anleitung dieser Brunnen gebaut wurde.

Der Brunnen heißt aber auch nach dem Standort im Gewann „Weiher“ „Weiherbrünnele“; -brünnele vielleicht deshalb, weil seine Schüttung durch die Schichtwassersammlung oberhalb im Wald doch etwas gering ist.

Der Name „Salamanderbrunnen“ kommt von der Brunnenfigur, die den Brunnen ziert. Diese Brunnenfigur des Salamanders zierte früher den „Reiberkittelbrunnen“. Der Reiberkittelbrunnen stand in der Schlichtener Straße, gegenüber dem dortigen Pfarrhaus, am Hang zum Friedhof hin. Im Jahr 1941 wurde der Stein mit dem Salamander von Maurermeister Theodor Giek zusammen mit der Brunnenanlage gefertigt. Der Salamander ist eine alte und mit Sagen behaftete Brunnenfigur. Der Reiberkittelbrunnen ist heute ganz verschwunden. Bei den Bauarbeiten zur Erweiterung des Friedhofs und Kanalisationsarbeiten in der Schlichtener Straße wurde die Quelle verschüttet bzw. das Wasser hat einen anderen Verlauf genommen. Die Brunnenfigur des Salamanders wurde von Bürgermeister Hinderer gesichert, im Museum zwischengelagert und später beim „Hammerbrunnen“ wiederverwendet.

Aber auch der Brunnentrog stammt von einem Brunnen, nämlich vom früheren Oberhofbrunnen auf dem Engelberg. Der Oberhof war ursprünglich das Gebäude Esslinger Straße 50. Aber auch der direkt angrenzende Hof, die beiden gegenüberliegenden Höfe und der Clemenshof gehörten später zum Oberhof. Beim ursprünglichen Oberhof, südlich des dortigen, von der Straße abgehenden Weges, stand dieser Hofbrunnen, der auch ein Tränkbrunnen war. Dieser wurde von der alten „Oberhof-Quelle“ oben im Waldteil „Bestleshau“ gespeist.

Der „Hammerbrunnen – Weiherbrünnele – Salamanderbrunnen“ ist im Jahr 1970 also aus Teilen von zwei älteren Brunnen, nämlich dem „Reiberkittelbrunnen“ und dem „Oberhofbrunnen“ gebaut worden. Mehr Brunnen geht kaum.

Jürgen Rieger

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Ausgabe 17/2026
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