Schon Ende der 70er Jahre wurden erste Stimmen laut, dass auch in Büchig Gottesdienst- und andere Räume für die beiden Kirchen fehlten. Doch es musste noch knapp 20 Jahre bis zum Beginn der Realisierung dauern. Zuvor – Büchig hatte inzwischen gut 1000 evangelische und gut 1000 katholische Christen – fanden die evang. Gottesdienste im alten Schulhaus und die kath. Gottesdienste in der Aussegnungshalle statt.
Anfang der 80er Jahre wurden die Wünsche und Vorstellungen konkret. Es fand ein Architektenwettbewerb statt, aus dem das Büro Birò-Birò-Wieland als Sieger hervorging. Auf 33 Ar am Rande des Neubaugebietes Lachwald sollte ein ökumenisches Kirchenzentrum entstehen. Beide Kirchengemeinden hatten bereits Grundstücke erworben, der Rest (ca. 10 Ar) sollte von der Gemeinde Stutensee gekauft werden.
Beide Kirchengemeinden legten ihr Rauprogramm fest. Für die evangelische Gemeinde waren ca. 400 m² vorgesehen, davon ca. 130 m² für den Gottesdienstraum und zusätzlich 40 m² für ein Foyer. Am 16. Juni 1991 teilte das evang. Pfarramt mit, dass es von „zwei Häusern unter einer Bedachung“ ausgehe, mit „der Möglichkeit zur ökumenischen Begegnung“. Die Baukosten sollten ca. 2 x DM 1,5 Mio. nicht überschreiten.
Für die kath. Pfarrgemeinde übermittelte das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg bereits am 1. Oktober 1990 einen Raumbedarf von ca. 420 m², davon ca. 240 m² für die Kirche zuzüglich eines Foyers.
Ende der 80er Jahre entstand der Wunsch, einen zwei- bis dreigruppigen Kindergarten in den Bau zu integrieren. Die Betreuung der gesamten Maßnahme übernahm die Baugesellschaft „Familienheim“ aus Karlsruhe. Der Spatenstich fand im November 1993 statt, die Grundsteinlegung im Oktober 1994.
Am 5. Mai 1995 konnte Richtfest gefeiert werden: Die metallene Glockenstube für drei Glocken wurde auf die Turmspitze gesetzt.
Die Einweihung sollte am 1. Advent 1995 vorgenommen werden, am 1. Tag des neuen Kirchenjahres. Ein Wassereinbruch führte jedoch zu einer Verzögerung, und so fand die Einweihung erst am 30. März 1996 statt. Mit dem Gedicht „Der Heilige Geist ist ein bunter Vogel“ begann Pfarrerin Elisabeth Davduv die Feier. Im Vorfeld hatten die BNN berichtet: „Die Kirchengemeinden haben ein neues Zentrum.“ Die Nutzfläche des Gemeindeteils betrug 527 m², der kath. Gemeinde 592 m² und der evang. Gemeinde 464 m². Das Zentrum sei „ein Mix aus räumlicher Trennung und optischer Gemeinsamkeit, wenn nicht unter einem Dach, so doch auf einem Fundament“. „Wahrlich ökumenisch“ sei der freistehende Glockenturm. Die Glocken riefen sowohl evangelische als auch katholische Christen zum Gottesdienst.
Am 13. Juli 1998 legte die Baugesellschaft Familienheim die Schlussrechnung vor. Die Gesamtkosten beliefen sich auf DM 8.690.000. Insgesamt konnte ein Betrag von 770.435,44 eingespart werden.
In den Jahren danach wurde die Inneneinrichtung der beiden Kirchenräume vervollständigt, mit Orgeln, mit Kreuzen und Altarbildern. Das ökumenische Kirchenzentrum ist natürlich zum kirchlichen, aber auch zum gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt Büchigs geworden. –
Interessierte können den ausführlichen Bericht zum ökumenischen Kirchenzentrum bei Hanspeter Gaal (gaal-stutensee@kabelbw.de) „anfordern“. –
Ein großes Fest soll am 21. Juni im Kirchenzentrum stattfinden.