Auch wenn die Feuerwehr in der heutigen Zeit über hochmoderne Löschfahrzeuge mit mehreren tausend Litern Wasser und einer leistungsfähigen Pumpe an Bord verfügt, greift sie ab und an auch auf Einsatzmittel aus Gründungstagen zurück.
So auch die Freiwillige Feuerwehr Korntal-Münchingen am Nachmittag des Aschermittwochs 2026. Gegen 16 Uhr alarmierten besorgte Bürger über den europaweiten Notruf 112 die Feuerwehr und meldeten ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer am Grünen Heiner, dem Schuttberg zwischen Weilimdorf und Münchingen.
Beim Eintreffen des Münchinger Hilfeleistungslöschfahrzeugs glosteten Holzstücke und Kohle in einem Eck der dortigen Grillstelle.
Da das Feuer überschaubar war und jeder verlegte Schlauch auch wieder aufgerollt werden muss, entschloss sich der Einsatzleiter, eine eher unkonventionelle Löschmethode anzuwenden.
Zur Standardbeladung eines jeden Löschfahrzeugs gehört ein Eimer, um bei einem Ausfall der Entlüftungspumpe die Saugleitung mit Wasser füllen zu können. Selbstverständlich lassen sich damit aber auch, wie schon vor 150 Jahren, Flammen löschen.
Gesagt, getan, zwei Eimerfüllungen später war die Grillstelle abgelöscht, die Freiwillige Feuerwehr Korntal-Münchingen konnte ihren Einsatz erfolgreich beenden und einrücken.