
Jahreshauptversammlung am Samstag, 14. März 2026
Der Schwarzwaldverein Pfalzgrafenweiler lädt seine Mitglieder zu seiner 128. Jahreshauptversammlung ein. Sie findet am Samstag, den 14. März 2026 im Phönix-Sportheim in Pfalzgrafenweiler, Siemensstraße 20 statt. Beginn ist um 16.00 Uhr.
Die Tagesordnung sieht vor:
1. Begrüßung und Bericht des Vorsitzenden
2. Jugendbericht
3. Bericht vom Frauentreff
4. Berichte der Fachwarte:
a) des Kassenwarts
b) der Kassenprüfer
c) des Wegewarts
d) des Wanderwarts
e) des Radwanderwarts
5. Entlastung der Vorstandschaft
6. Beschlussfassung über eingegangene Anträge
7. Ehrungen
8. Verschiedenes
Zu Punkt 6 können Anträge schriftlich, bis spätestens zum 10. März, beim 1.Vorsitzenden Frieder Haug, Christoph-Decker-Str. 12, eingereicht werden.
Das Bewirtungsteam des Phönix-Sportheims bietet als Vesper Wurstsalat an. Wir bitten unsere Mitglieder, davon Gebrauch zu machen.
Anschließend gemütliches Beisammensein.
„Liacht ganga“ – Unser Schwarzwaldverein & ein großes Stück gelebte Heimat
Manche Termine stehen fest im Kalender. Nicht, weil man muss – sondern weil man sich von Herzen darauf freut. So auch unser mittlerweile sechster „Liachtgang“ beim Schwarzwaldverein - insgesamt über alle Veranstaltungen mit rund 400 Heimatfreunden – und wer dabei war, weis: Es war mehr als nur eine Wanderung. Es war ein kleines Stück gelebte Heimat.
Pünktlich um 16:00 Uhr starteten 64 Wanderer an der Volksbank zu Fuß in Richtung Cresbach. Schon zu Beginn ließen es sich die Teilnehmenden nicht nehmen, vielstimmig in das weit bekannte Volkslied „Muss i denn zum Städtele hinaus“ einzustimmen – ein stimmungsvoller Auftakt, der die Vorfreude auf das gemeinsame Unterwegssein spürbar machte.
Die Route führte über das Lehnle hinaus Richtung Cresbach. Bei angenehmem Wetter – kein einziger Regentropfen fiel – entwickelten sich unterwegs zahlreiche schöne Gespräche. Am Waldrand bei Cresbach wartete eine kleine Stärkung auf die Gruppe: Mohrenköpfe und ein Schnäpsle sorgten für neue Energie. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle den fleißigen Helferinnen und Helfern, die beim Verteilen tatkräftig unterstützten.
Über Vesperweiler und den Krabbenweg ging es weiter, Schritt für Schritt, bis wir schließlich unser Ziel erreichten: das Gasthaus Waldeck. Die Familie Kaupp empfing uns so herzlich, dass man fast vergaß, dass der Anstieg doch in den Waden steckte. Getränke standen bereit – und sie wurden dankbar angenommen. Auch die „Autowanderer“ trafen nach und nach ein, sodass wir mit rund 70 Personen komplett waren.
Kulinarisch blieben keine Wünsche offen: Leberkäse mit Kartoffelsalat oder ein feiner Käseteller – ehrlich, bodenständig und richtig gut. An der Stelle ein herzliches Danke an die Familie Kaupp vom Waldeck!
Für musikalische Höhepunkte sorgten Alex und Mark, die ihre Instrumente auspackten und mit schwungvoller Volksmusik die Runde begeisterten. Gemeinsam wurde gesungen, geschunkelt, gelacht und herzlich eingestimmt – echte Schwarzwälder & Heimatliche Geselligkeit.
Doch der Abend hatte noch mehr zu bieten. Eine „alte Frau“ – die sich als wahre Hüterin der Ortsgeschichte entpuppte – nahm uns mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte von Lützenhardt. Vom kargen Berg mit seinen 94 Hektar im 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart spannte sich der Bogen. Keine Landwirtschaft, wenig Platz – aber viel Erfindergeist und Lebenskraft, wie das Geschäft der Bürsten-, Besenbinder, Korbflechter und ihre „Reis“ - für die Lützenhardt bis heute weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Mit viel Humor wurden auch kuriose Anekdoten aus der Vergangenheit lebendig – etwa als das Amtsgericht Horb einst scherzhaft fragte: „Ist denn bei den Lützenhardtern alles in Ordnung? Wir haben schon lang nichts mehr von euch gehört.“
Die Geschichte wurde spannend, professionell und mit viel Herzblut aufbereitet – ein echtes Erlebnis, Lützenhardt einmal auf diese besondere Weise kennenzulernen.
Auch Frau Kaupp ließ es sich als echte Lützenhardterin nicht nehmen, die Geschichte des Gasthauses Waldeck zu erzählen. Damals kostete eine Übernachtung mit Frühstück 2,50 Euro – kaum vorstellbar aus heutiger Sicht. Wo sind nur diese Zeiten geblieben?
Und als krönender Abschluss wurde unser „Liachtgang“ seinem Namen mehr als gerecht – denn als wir uns gegen 22.00 Uhr vor dem Waldeck versammelten, öffnete sich für wenige Minuten die Wolkendecke – und der fast volle Mond trat hervor. Hell und klar strahlte er über uns. In seinem hellen Schein stimmten wir gemeinsam in „Der Mond ist aufgegangen“ ein. Und während unsere Stimmen in die Nacht hinausklangen, standen wir da – unter freiem Himmel, umgeben von der großen Natur. Solche Augenblicke lassen sich nicht planen – sie sind einfach da.
Während sich einige mit dem Auto auf den Heimweg machten, wanderten 25 Teilnehmer mit Fackeln zurück nach Pfalzgrafenweiler. Ein leuchtender Zug durch die Nacht – schöner hätte ein Liachtgang kaum enden können.
Ein besonderer Dank gilt insbesondere Elke Blaschko für ihren wertvollen Input, die intensiven Gespräche zur Vorbereitung und die Mühen für den absolut gelungenen und eindrucksvollen Vortrag.
Es war ein wundervoller Abend – geprägt von guten Gesprächen, lebendiger Musik, bewegender Geschichte und echter Gemeinschaft. Ein Liachtgang wie früher – und doch mitten in unserer Zeit.
Ein DANKE an alle, die dabei waren und diesen Abend unvergessen gemacht haben.
Euer Schwarzwaldverein Pfalzgrafenweiler