
Bei unserer Perureise im vergangenen November machten wir einen 2 Tagesausflug nach Puno am Titicacasee. Dort besuchten wir vor allem die schwimmenden Inseln und die Insel Taquile. Der Titicacasee ist der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Auf 3.800 Meter Höhe erstreckt er sich und ist 16 Mal so groß wie der Bodensee. Ein Teil gehört zu Peru und der andere zu Bolivien. Die schwimmenden Inseln, die aus Totora-Schilf gewachsen sind müssen ständig mit neuen Schilfbündeln bedeckt werden, denn von unten vermodert es. Der Inselboden ist ca. 2 m dick. Die großen Schilfstängel sind innen hohl und somit hat es einen Auftrieb im Wasser. Hier leben viele indigene Familien, Urus genannt. Die Frauen fertigen in der Hauptsache Handarbeiten an, die sie an Touristen verkaufen, denn sonst gibt es dort keine Möglichkeit, etwas zu verdienen. Hauptsächlich leben die Menschen dort vom Fischfang. Die meisten Männer fahren aufs Festland, um dort einer Beschäftigung nachzugehen. Die Kinder werden morgens mit einem Boot zur Schule abgeholt und am Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Alles Leben spielt sich auf dem Wasser ab. Wenn man die Inseln betritt, spürt man wie sie sich bewegen. Die Häuser sind ganz aus Schilf gebaut und bestehen aus einem Raum. Die Bewohner sind sehr freundlich und tragen ihre traditionellen Trachten mit Stolz und Würde. Auf den größeren Inseln leben ca. 12 Familien und auf den kleineren nur die Hälfte. Insgesamt gibt es heute noch 2000 Nachkommen der Uru.