Pflege ist in Baden-Württemberg besonders teuer und der Eigenanteil steigt weiter: im Jahr 2026 auf 3.532 Euro monatlich im ersten Jahr. Das heißt: Im Schnitt müssen die Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg für einen Heimplatz im ersten Jahr jeden Monat 3.532 Euro aus eigener Tasche hinzuzahlen, zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Eigenanteil monatlich im ersten Jahr noch bei 2.907 Euro.
Ein wichtiger Grund für den Sozialverband VdK, dem sich der Kreisverband Nürtingen mit seinen 16 Ortsverbänden anschließt: „Wir brauchen endlich eine mutige nachhaltige Pflegereform und die schnelle finanzielle Entlastung der Pflegebedürftigen!"
„Etwa jeder dritte Pflegeheim-Bewohner bekommt schon heute Sozialhilfe! Das sind 28.250 Menschen (Ende 2024) allein in Baden-Württemberg. Obwohl diese Menschen ihr Leben lang gearbeitet und ihre Beiträge pünktlich in die Pflegeversicherung gezahlt haben! „Und was 3.532 Euro Eigenanteil heißen wird schnell klar, wenn man sich die Durchschnittsrente in Deutschland anschaut: Männer bekamen Ende 2024 gerade einmal 1.405 Euro, Frauen 955 Euro. Wer kann da 3.532 Euro monatlich zahlen?“
Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. fordert eine mutige nachhaltige Pflegereform und endlich die Übernahme der Investitionskosten durch das Land Baden-Württemberg. Die Investitionskosten als Teil des Eigenanteils liegen aktuell bei 461 Euro. Nach dem Elften Sozialgesetzbuch ist auch das Land Baden-Württemberg für die Vorhaltung einer leistungsfähigen und zahlenmäßig ausreichenden und wirtschaftlichen pflegerischen Versorgung verantwortlich. Fakt ist jedoch, dass das Land aus der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen im Jahr 2010 ausgestiegen ist. Baden-Württemberg beteiligt sich somit nicht mehr an den Investitionskosten.
„Das Land muss hier endlich seiner Verantwortung gerecht werden. Das wäre ein nachhaltiger Schritt in die richtige Richtung. Jeder stationär Pflegebedürftige wäre damit spürbar entlastet“, sagt VdK-Vorsitzender Hans-Josef Hotz.
Anmerkung des Kreisverbands: Es bleibt abzuwarten, was in den Sondierungsgesprächen und den nun folgenden Koalitionsverhandlungen von diesen Forderungen, die bereits vor den Wahlen ein Hauptanliegen des Sozialverbands VdK waren, verwirklicht wird. (oder nicht???) Wir werden zu diesem wichtigen Thema den Kontakt zu den für uns zuständigen Landtagsabgeordneten halten.
Julia Nemetschek-Renz
Altenriet-Schlaitdorf; Vorsitzender Thomas Raubald, Tulpenweg 12, 72631 Aichtal (Grötzingen), Telefon 07127 / 92 22 27
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Bempflingen-Neckartenzlingen; Vorsitzende Waltraud Witt, Bahnhofstr. 10/1, 72658 Bempflingen, Telefon 07123 / 3 35 70
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Neckartailfingen-Altdorf; Vorsitzende Andrea Weiß, Tübnger Straße 10, 72666 Neckartailfingen, Telefon 07127 / 931026
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Kreisverband Nürtingen; Vorsitzender Klaus Maschek, Silcherstraße 9, 72658 Bempflingen, Telefon 07123 / 3 31 14
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