Wer die Wälder rund um Deißlingen und Rottweil aufsucht, sucht meist Erholung und die Ruhe der Natur. Doch das Idyll trügt. Revierförster Nico Poier und die kommunalen Waldarbeiter der Gemeinde Deißlingen beobachten eine besorgniserregende Entwicklung. Der Mülltourismus in der Region hat massiv zugenommen. Statt frischer Waldluft finden Spaziergänger immer häufiger Unrat vor. Ganze Anhängerladungen voller Sperrmüll, Hausrat, Reifen und in extremen Fällen sogar Tierkadaver werden rücksichtslos an den Waldrändern abgeladen.
Hohe Kosten für die Allgemeinheit
Diese illegale Entsorgung schadet nicht nur dem Naturraum, sondern belastet inzwischen auch massiv die Gemeindekassen. Die Beseitigung ist mühsam und zeitintensiv. Allein im Jahr 2025 waren die Deißlinger Waldarbeiter über 50 Stunden lang ausschließlich damit beschäftigt, den illegal abgeladenen Müll einzusammeln und fachgerecht abzutransportieren.
Ein Appell an die Bevölkerung
Die Forstverwaltung bittet daher alle Waldbesucher dringend, achtsam mit dem Ökosystem umzugehen. Abfälle sollten konsequent in den bereitgestellten Mülltonnen entsorgt oder am besten direkt wieder mit nach Hause genommen werden.
Zudem bittet die Verwaltung um Mithilfe: Sollten Sie Zeuge einer illegalen Müllentsorgung werden, informieren Sie bitte den zuständigen Revierförster oder kontaktieren Sie die Polizei.


