
In letzter Zeit häufen sich beim Rathaus bzw. Ordnungsamt eingehende Meldungen bzw. Beschwerden über Waschbären in Wohngebieten unserer Gemeinde.
Wir möchten Sie deshalb über den Umgang mit Waschbären informieren.
Ökologisches Schadenspotential hat der Waschbär als Räuber von Eiern und Jungvögeln sowie von Reptilien und Amphibien. Deshalb wird der Waschbär seit 2016 auf der Liste der invasiven gebietsfremden Arten geführt, seine Population darf nicht gefördert werden.
Durch seine hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume ist der Waschbär gut in der Lage, sich an den städtischen Raum anzupassen. Er ist ein guter Kletterer und bevorzugt strukturreiche Umgebungen, in denen es viele Versteck- und Fluchtmöglichkeiten gibt. Offene und baumlose Landschaften meidet er. Als Kulturfolger fühlt sich der Waschbär auch in durch Menschen genutzten Gebieten wohl. Er durchsucht Parks, Müllkippen oder Gärten nach Fressbarem.
Der eigentlich dämmerungs- und nachtaktive Waschbär kann gelegentlich auch am Tag beobachtet werden. Er bewegt sich auf dem Boden eher langsam vorwärts und flieht bei Gefahr auf Bäume. Außerdem sind Waschbären gute Schwimmer.
Viele Menschen freuen sich zunächst über das Auftauchen eines Waschbären in ihrer Nachbarschaft. Die niedlichen Tiere werden gerne zugefüttert, sodass sie immer wieder zu guten Futterstellen zurückkehren. Wenn sehr viele Waschbären in einem Gebiet vorkommen, kann das jedoch zu Problemen führen. Denn die Tiere finden auch ohne menschliches Zutun viel Futter im Siedlungsraum, da sie gelernt haben, sogar geschlossene Mülltonnen zu öffnen. Das kann teilweise für ziemliche Unordnung sorgen. Er gräbt ganze Beete um, knabbert Gartenmöbel an und vertreibt Vögel.
Auf der Suche nach geeigneten Verstecken kann der Waschbär auch in Dachböden oder Scheunen eindringen und sich dort ansiedeln. Für die Hausbesitzer ist dies oft mit Problemen verbunden, wenn der Waschbär Dämmmaterialien anfrisst. Hier können Schäden bis zu mehreren Tausend Euro entstehen.
Wenn das vermehrte Auftreten von Waschbären in der Nachbarschaft Probleme verursacht, ist es vor allem wichtig, ihnen in diesem Gebiet die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Auf privaten Grundstücken kann durch Einzelmaßnahmen verhindert werden, dass Waschbären hier kontinuierlich Nahrung finden. Dies kann zum Beispiel durch gutes Verschließen von Mülleimern, Absammeln von Fallobst oder den Schutz von Obstbäumen während der Fruchtzeit erreicht werden.
Natürlich darf auch keine Fütterung stattfinden (auch nicht von Haustieren auf der Terrasse usw.). Ähnlich verhält es sich mit dem Problem der Waschbärenschäden in Häusern und Scheunen. Hierbei ist es wichtig, alle Einstiege zum Dachboden zu verschließen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Waschbär nicht über angrenzende Bäume Zutritt auf das Dach hat oder an den Regenrinnen emporklettern kann. Außerdem sollten im betroffenen Gebiet am besten Schornsteine vergittert und Katzenklappen nachts geschlossen werden.
Ein vorsichtiges Verhalten den Waschbären gegenüber ist angebracht, da es sich immer noch um Wildtiere handelt, auch wenn die Tiere manchmal recht „zahm“ wirken.
Waschbären beherbergen häufig eine Vielzahl an Parasiten oder sind mit dem Spulwurm infiziert, die auch für den Menschen oder andere Haustiere gefährlich werden können. Beseitigen Sie daher den Kot nur mit Handschuhen und Mundschutz.
Zusammengefasst bitten wir Sie, Folgendes zu beachten:
Eine wirksame vorbeugende Maßnahme zur Vermeidung der Ansiedlung liegt darin, den Wildtieren das Nahrungsangebot zu entziehen, durch
Unterschlupfmöglichkeiten sollten so gesichert werden, dass ein Eindringen vermieden wird: