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Die Asiatische Hornisse breitet sich aus

Die Asiatische Hornisse breitet sich aus. Bitte helfen Sie mit, die Asiatische Hornisse einzudämmen! Die Asiatische Hornisse ist, wie der Name schon...
Die Asiatische Hornisse breitet sich aus. Bitte lassen Sie Nester entfernen. Sie frisst heimische Insekten. Unseren Obstbäumen fehlen die Bestäuber. Die biologische Artenvielfalt ist gefährdet. Deshalb sollen Nester der Asiatischen Hornisse entfernt werden. Kontaktieren Sie dafür eine Fachkraft.
Asiatische HornisseFoto: Umweltamt

Die Asiatische Hornisse breitet sich aus. Bitte helfen Sie mit, die Asiatische Hornisse einzudämmen!

Die Asiatische Hornisse ist, wie der Name schon erahnen lässt, bei uns gebietsfremd und invasiv. Längst ist sie hier angekommen, denn sie vermehrt sich schnell. Die Asiatische Hornisse ist mittlerweile immer häufiger in Baden-Württemberg und auch hier in Östringen anzutreffen. Es sind bereits zahlreiche Meldungen von Nestern eingegangen, sowohl aus dem bebauten Siedlungsbereich als auch aus dem Vogelpark, und außerhalb in Östringer Ortschaften. Gebaut werden die Nester der Asiatischen Hornisse eigentlich überall. Jetzt, zu dieser Jahreszeit, wenn die Belaubung weg ist, sind sie häufiger hoch oben in Bäumen zu entdecken. Aber auch aus einer Böschung mit Bodendeckern, im Nordwesten von Östringen gelegen, musste erst vor Kurzem ein großes Nest, das sich direkt an Straßen und Fußwegen in einem Vorgarten befand, durch einen Fach- und Sachkundigen entfernt werden.

Denn aus einem Nest können in relativ geringem Radius von nur 150 m gleich mehrere neue Nester entstehen. Natürliche Feinde gibt es kaum. Auch dem hier vorherrschenden Winter kann eine Königin der Asiatischen Hornisse gut standhalten, denn sie übersteht – geschützt im gut isolierten Nest – Temperaturen von bis zu –12 °C. Zum Überleben benötigt die Asiatische Hornisse zum einen Kohlenhydrate von Blüten und Obst, zum anderen für ihre Larven eiweißreiche Insekten. So macht sie zum Beispiel intensiv Jagd auf Wespen, Fliegen und Bienen. Die Asiatische Hornisse stellt eine ernst zu nehmende Gefahr für die Biodiversität dar! Und die Artenvielfalt ist sowieso durch andere Faktoren schon sehr gefährdet.

Doch nicht nur für die biologische Artenvielfalt ist die Asiatische Hornisse eine Gefahr. Gefährlich ist sie ebenfalls für uns Menschen. Und das in verschiedener Hinsicht. Die intensive Jagd auf Insekten führt dazu, dass uns die Bestäuber für Obstgehölze fehlen. Aus Frankreich gibt es bereits Meldungen zu Ernteeinbußen. Der Hunger nach Kohlenhydraten lässt die Asiatische Hornisse auf die Suche nach Obst fliegen. Das kann sie bei Obstbäumen finden oder auf dem Wochenmarkt. An anderen Orten führt das bereits zu Problemen.

Gewöhnlich sind Hornissen nicht besonders aggressiv. Fühlen sie sich jedoch bedroht oder kommt jemand ihrem Nest zu nahe, so verteidigt die Asiatische Hornisse sehr schnell und zielgerichtet ihr Nest. Auf Grund der Größe der Tiere sind auch die Stacheln länger als bei der heimischen Hornisse. Deshalb kann der Stachel bei einem Stich tiefer in die Haut eindringen. Bei jedem Stich eines Insekts kann die Gefahr einer allergischen Reaktion bis hin zu einem anaphylaktischen Schock folgen. Dies kann auch Tage nach dem eigentlichen Stich passieren. Wenn jemand gestochen wurde, wird dringend geraten, sich ärztlich kontrollieren zu lassen!

Aus den hier aufgeführten Gründen sollten konsequent alle gesichteten Nester durch eine Fachkraft mit entsprechender Sachkunde entfernt werden. Dabei kann dann auch bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um ein Nest der Asiatischen Hornisse handelt und nicht um ein Nest der Europäischen Wespe. Das Umweltamt hilft Ihnen bei Fragen weiter: Tel.: 07253/207-19 oder umweltamt@oestringen.de.

Erscheinung
Östringer Stadtnachrichten
NUSSBAUM+
Ausgabe 50/2025
von Stadt Östringen
08.12.2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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