Die Bürgerliste bedankt sich herzlich bei der Verwaltung und allen Wahlhelfern für den reibungslosen Ablauf und bei allen Bürgern, die am 09. 11. eine der seltenen Möglichkeiten zur direkten Demokratie genutzt und mit ihrer Stimme dazu beigetragen haben, dass das notwendige Quorum erreicht wurde.
Als wir im Frühjahr unseren Antrag auf Bürgerentscheid gestellt haben, war uns natürlich bewusst, dass wir es als Windkraftkritiker mit einer großen medialen und politischen Übermacht zu tun haben, die ihre Narrative mit Klauen und Zähnen verteidigt – Narrative wie „Windräder schützen das Klima“, „Sonne und Wind schicken keine Rechnung“ etc.
Die Bürgerinitiative Königsbach-Stein (BIKS) hat dankenswerterweise hier mit sehr guter Information dagegengehalten (zahlreiche Flyer, Vortragsveranstaltungen etc.) und den Bürgern kritische Stimmen zum Thema nahegebracht. Sie konnte auch die Behauptung entkräften, trotz Ablehnung der Windräder durch den Entscheid könnten auf den privaten Flächen in Stein weiterhin Windräder gebaut werden – ein Schaubild in einem ihrer Flyer zeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der dortigen Grundstücksbesitzer gegen eine Verpachtung ausgesprochen hat.
Wir sind sehr dankbar, dass sich die Bürger unserer Gemeinde für unsere wunderschöne Natur entschieden und mit ihrer Entscheidung verhindert haben, dass sie einem ominösen „Klimaschutz“ und einer bereits offensichtlich gescheiterten „Energiewende“ zum Opfer fällt.
Das Ergebnis bricht für uns symbolisch auch eine Lanze für mehr direkte Demokratie:
Alle anderen Fraktionen waren überzeugt, mit ihrem Beschluss vom Mai dieses Jahres (Befürwortung von bis zu 5 Windrädern auf Gemeindefläche) dem Wunsch der Mehrheit der Bürger zu entsprechen – wie Gemeinderäte als die „politischen Vertreter“ der Bürger, aber auch die Vertreter in der „großen Politik“ sollten uns bewusst sein, dass wir nicht selten über den Willen der Bürger hinweg entscheiden, weil wir ihn schlichtweg nicht kennen - oder ignorieren.
I.Q.