Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist ein heimischer Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Anders als seine Verwandten hat er jedoch keine bläulichen, sondern orangerote Vorderflügel mit einer Spannweite von bis zu 2,7 cm. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den gesamten gemäßigten bis subtropischen Bereich der Nordhalbkugel. Je nach Klima bildet er zwei bis vier Faltergenerationen pro Jahr aus, in unseren Breiten meistens aber drei, wovon die erste im März zu fliegen beginnt. Aufgrund seines großen Verbreitungsgebiets ist er nicht als gefährdet angesehen, aber wie fast alle Schmetterlingsarten hat auch der Kleine Feuerfalter hierzulande große Bestandseinbrüche erlitten und ist auch in unserer Gegend kein allzu häufiger Anblick.
Interessant zu beobachten ist häufig das territoriale Verhalten der männlichen Falter, so verteidigen sie vehement ihr Revier gegen oft viel größere Falter wie das Tagpfauenauge. Man findet den kleinen Schmetterling am besten auf mageren Wiesen, Säumen oder Brachen, wo er seine präferierten Nektarpflanzen findet. Etwa den Rainfarn, die Wiesenmargerite, die Tauben-Skabiose oder auch die Rossminze.
Noch viel wichtiger für ihn ist aber das Vorhandensein seiner Raupenfutterpflanze, an der er seine Eier ablegt und die Larve sich bis zum Verpuppen sattfressen kann. Der Kleine Feuerfalter legt seine Eier in unseren Breiten fast ausschließlich an den Kleinen Sauerampfer oder auch den Wiesen-Sauerampfer. Fehlen diese Futterpflanzen, so ist auch der Falter kaum anzutreffen.
Gleichwohl kann man diesen Schmetterling auch sehr leicht im eigenen Garten unterstützen. Pflanzt man bei sich am geeigneten Standort etwas Sauerampfer und einige heimische Stauden, etwa die oben erwähnten, an, so siedeln sich mit etwas Glück diese farbenfrohen Falter auch im eigenen Garten an.
Text: Fabio Schwab
Kontakt: Martina Schmidt-Schüssler, martina.schuessler@bund.net
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