
(BL) Im vergangenen Jahr sind in deutschen Gartenteichen 12 Menschen um Leben gekommen. Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass die Hälfte der Ertrunkenen Kinder im Alter bis zu 3 Jahren waren. Diese Zahl hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt bekannt gegeben.
Nach Angaben der ehrenamtlich tätigen Lebensretter sind vor allem Unachtsamkeit und die Sorglosigkeit der Eltern die häufigste Unfallursache. „Junge Familien sind sich oft über die drohende Gefahr von scheinbar harmlosen Gewässern für ihre Kinder nicht bewusst. Ein kleiner Gartenteich mit nur geringer Tiefe kann schnell zu einer tödlichen Bedrohung werden“, weiß Bernhard Lohr zu berichten. „Der Schwerpunkt der Kinder ist noch sehr kopflastig. Aus diesem Grunde können diese sich auch nicht mehr selbst aufrichten“, führte Bernhard Lohr weiter aus.
Da Wasser für alle Kinder eine magische Anziehungskraft hat, raten die Sicherheitsexperten der weltweit größten freiwilligen Wasserrettungsorganisation allen Eltern, ihren Nachwuchs beim Spielen im Garten nicht aus den Augen zu lassen und sie frühzeitig über Gefahren, die im und am Wasser lauern aufzuklären. „Das Sprichwort: Augen auf im Straßenverkehr gilt ebenso für das heimische Wasserumfeld. Aufklärung ist die beste Vorsorge."
In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die Kleinsten im spielerischen Umfeld schon frühzeitig die wichtigsten Bewegungen und lebensrettenden Verhaltensweisen im Wasser erlernen. Dies noch bevor es zum eigentlichen Schwimmkurs geht. „Nicht nur für die Kinder sind unsere Kurse ein wichtiger Bestandteil zur Wassergewöhnung. Auch Eltern lernen dabei, wie sie ihre Sprösslinge richtig im und am Wasser unterstützen können.“
Die DLRG Bezirk Esslingen mit seinen 14 Ortsgruppen und andere schwimmausbildende Einrichtungen bieten in vielen Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kleinkinder an, die von erfahrenen und stetig fortgebildeten Ausbildern geleitet werden. Eltern mit kleinen Kindern sollten bereits bei der Planung eines Gartenteiches geeignete Sicherheitsvorkehrungen treffen oder entsprechend nachrüsten lassen.
Wie die Ertrinkungsfälle des vergangenen Jahres zeigen, sind auch der Teich in Nachbars Garten oder der kleine Bach hinter dem Grundstück weitere Gefahrenquellen. Tore und Übergänge sollten deshalb so gesichert sein, dass diese von Kindern nicht eigenständig geöffnet oder überklettert werden können.
Tipps und nähere Informationen zum Thema „Schwimmen lernen, Retten lernen!“ können bei jeder DLRG-Ortsgruppe oder im Internet unter www.DLRG.de abgerufen werden. Wenn Sie über die aktuellen Aktivitäten der DLRG unterrichtet werden möchten, melden Sie sich einfach auf unserer Homepage für die kostenlose Newsletter-Benachrichtigung an.
Der Wasserrettungsdienst der DLRG ist rund um die Uhr unter der europaweiten Notrufnummer 112 erreichbar.
www.berkheim.DLRG.de