
Ergänzend zum Artikel über die hiesigen Schulhäuser in den „Entringer Ortsgeschichten“ (Band 3, S. 95 ff.) sei aus gegebenem Anlass an ein Kunstwerk erinnert, das die Phantasie der Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anregen wollte. Das Ölbild unseres Kunstmalers Manfred Luz (2.5.1930 - 11.1.2026) mit seinen intensiven, warmen Farben war ein Blickfang im großen Treppenhaus der ehemaligen „neuen Schule“ in der Heinrich-Zeller-Straße. Es hatte seinen Platz am Beginn des Flurs, der zum Musiksaal führte, 176 cm breit und 262 cm hoch. Andere Künstler haben in der Vergangenheit auch Werke mit dem Motto „Die drei Menschenalter“ geschaffen. 1966 war es aber Manfred Luz wichtig, diesen Leitgedanken im neuen Entringer Schulhaus so „ins Bild zu setzen“, dass er für die Schülerinnen und Schüler gut zu begreifen ist.
Für Studien hierzu hatte Rektor Paul Kehrer den Klassensprecher der Achtklässler und dessen Stellvertreterin Manfred Luz zugewiesen: Anita Schrägle und Helmut Schumacher symbolisieren somit, in ein Buch vertieft, die Jugend; in der Lebensmitte stehen zum einen die Häuser für Heimat, zum andern strebt der Reiter nach Höherem; unter der rot glühenden Abendsonne ist ein Greisenpaar auszumachen. Ein weiteres offenes Buch stellt die Wichtigkeit dieses Mediums bei der Weitergabe von Wissen vor Augen.
Weil 2018 beim Umzug ins neue Schulhaus am Alemannenweg die Vorgabe galt, dass dort nichts gehängt wird, blieb dieses Kunstwerk außen vor.
Reinhold Bauer


