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Die ersten Auerrindkälber von unserem neuen Bullen „Helge“

Im Zuge des Auerrindprojektes kamen schon die ersten Kälber in diesem Jahr zur Welt. Eigentlich wurde erst gegen April mit dem Nachwuchs gerechnet, aber...
Auerrind im Wildpark
Foto: Selina Herzog Keilhauer

Im Zuge des Auerrindprojektes kamen schon die ersten Kälber in diesem Jahr zur Welt. Eigentlich wurde erst gegen April mit dem Nachwuchs gerechnet, aber offensichtlich war der neue Zuchtbulle doch schnell groß genug, um bei den hochbeinigen Damen für Nachwuchs zu sorgen. Derzeit befinden sich auf der ca. 2,5 Hektar großen Anlage neben dem Rotwild auch fünf Auerrinder, einer Abbildzüchtung für den im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen. Von den fünf Tieren sind vier Kühe und eines ein Bulle. „Helge“ stammt aus dem Zuchtstandort Oerlinghausen und kam im letzten Jahr zu uns.

Am 31. Januar war es so weit und das erste Jungtier wurde von der Mutter auf der Anlage zur Welt gebracht. Das Zweite folgte in der zweiten Februarwoche. Da die Rückzüchtung zum Auerrind nun schon seit einigen Jahren im Gange ist, wird auch das Verhalten der Rinder wieder „wilder“. Nicht in Bezug auf ihr sanftes Wesen, sondern in Bezug auf die Geburt der Jungtiere.

Die Kälber werden nämlich auf der Anlage an einem geschützten Ort abgelegt, allerdings immer in Sichtweite der Mutterkuh. So liegt der Nachwuchs oft unter Reisighaufen oder im Gebüsch versteckt. Wie es bei Wildtieren eben üblich ist. Zum Säugen geht das Muttertier dann aktiv zu dem Kälbchen.

Leider sieht die Gesetzeslage es vor, dass bei Rindern innerhalb von 7 Tagen eine Ohrmarke gesetzt werden muss. Die ersten Tage wollen wir aber nur der Mutter und dem Kalb lassen und wagen uns erst kurz vor Ablauf der Frist an das Kälbchen.

Das erste Jungtier ist ein kleines Bullenkalb, Vater von ihm ist „Helge“, die Mutter ist „Dulce“. Das zweite Kälbchen ist ein Kuhkalb, ebenfalls von „Helge“ und von „Grace“.

Fit stampfen beide in der Anlage umher. Auch die Rothirsche, die natürlich auch wissen wollen, was in ihrem Revier los ist, kamen neugierig zu den Kleinen.

Diese beschnupperten die Kälber und beäugten sie. Dann gingen sie aber wieder zurück zu ihrer Herde, als sie merkten, dass von den Kleinen keine Gefahr ausging.

Beide konnten bereits schon ihr erstes „weißes Wunder“ erleben und lernten den Schnee kennen. Beide Mutterkühe legen die Tiere auch im Stall ab. Schön zu sehen, dass die Tiere die Stallungen als sicheren Rückzugsort ansehen und uns ihre Jungtiere derart anvertrauen.

Auerrind Kälbchen
Foto: Selina Herzog Keilhauer
Erscheinung
Kleiner Odenwald – aktuell
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Ausgabe 08/2026
von Wildpark Schwarzach
18.02.2026
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