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Die großen Beutegreifer in Deutschland

Am Clubabend des 1. BAC konnte der Vorsitzende Jürgen Steinbrink 28 Mitglieder willkommen heißen. Gleichzeitig war es der letzte gemeinsame Abend in...
von links: Dieter Weigand, Sybille Klenzendorf, Jürgen SteinbrinkFoto: Gernot Wächter

Am Clubabend des 1. BAC konnte der Vorsitzende Jürgen Steinbrink 28 Mitglieder willkommen heißen. Gleichzeitig war es der letzte gemeinsame Abend in der Gaststätte des FC Viktoria Ubstadt, da die derzeitigen Pächter gekündigt haben. Die BAC-Mitglieder werden aber rechtzeitig über einen neuen Aufenthaltsort informiert werden. Besonders herzlich wurde die Tochter des Schatzmeisters, Dr. Sybille Klenzendorf, begrüßt, die als langjähriges WWF-Mitglied (Word-Wide-Fund-For-Nature) einen interessanten Vortrag über die Einwanderung der Wölfe in Deutschland und die die Wiederansiedlung des Eurasischen Luchses mitgebracht hatte. Dabei übernahm die seit 2024 bestehende Auswilderungsstation im Oberwald in Karlsruhe eine wichtige Rolle. Derzeit gibt es bundesweit wieder ca. 140 Luchse. Zu seiner Beute gehören u.a. Rehwild, Füchse und Hasen. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer dann die Ausführungen über die Einwanderung und Ausbreitung des Wolfes in Deutschland. Ein Großteil der Wölfe kam bisher über Polen und hat sich insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen und Sachsen-Anhalt verbreitet. Zwischenzeitlich wurden 219 Rudel bundesweit gezählt. Im Schwarzwald wurden bisher erst wenige Tiere und Rudel nachgewiesen. Zur Hauptnahrung der Wölfe gehören Rot- und Rehwild sowie Schwarzwild. Ein geringer Nahrungsanteil fällt auf Nutztiere zurück. Hierfür sind in der Regel Einzeltiere verantwortlich. Dort wo sich Wölfe dauernd angesiedelt haben, können Tierhalter bei der Anschaffung von Herdenschutzmaßnahmen, z.B. Elektrozäunen, von der Landesregierung Unterstützung erhalten. Ein Vorteil von Wölfen und Luchsen in heimischer Umgebung ist seitens des Naturschutzes und vieler Jäger darin zu sehen, dass der Reh- und Rotwildbestand nicht übermäßig stark ansteigt und damit auch der jährliche Baumbissschaden, der ins Millionenfache geht. Ähnlich vieler invasiver Insekten müssen die Menschen lernen, mit den großen Beutegreifern zusammenzuleben. Der Vortrag sorgte bei den Mitgliedern für viel Diskussions- und Gesprächsstoff. Mit viel Applaus wurde Sybille Klenzendorf für die Ausführungen belohnt und erhielt zum Schluss ein Dankeschön durch den Ehrenvorsitzenden Dieter Weigand überreicht.

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Ausgabe 21/2026
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