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Die Kugel Eis – ein Aprilscherz?

Vor ca. 20 Jahren versprach der damalige Bundesumweltminister der Grünen, Jürgen Trittin, dass die Energiewende den deutschen Haushalten im...
Das Bild zeigt eine grüne Kugel Eis in einer Eiswaffel. Darunter der Schriftzug „Frohe Ostern wünscht Ihnen Gegenwind Bergstraße“.
Eine Kugel Eis kostete vor 20 Jahren ca. 60 CentFoto: Dr. R. Kraft

Vor ca. 20 Jahren versprach der damalige Bundesumweltminister der Grünen, Jürgen Trittin, dass die Energiewende den deutschen Haushalten im Monat nicht mehr kosten würde als eine Kugel Eis. Eine von dem Forschungsinstitut Frontier Economics im Auftrag der DIHK erstellte Studie berechnete die möglichen Kosten. Zwischen 2025 und 2049 summieren sich die Gesamtkosten nach aktuellen Berechnungen auf 4,8 bis 5,4 Billionen €. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 1,1 bis 1,5 Bio. € für neue Erzeugungskapazitäten, rund 1,2 Bio. € für den Netzausbau und jährliche Betriebs- und Instandhaltungsaufwände von 495 bis 498 Mrd. € im betrachteten Zeitraum. Zusätzlich entstehen 2,0 bis 2,3 Bio. € an Kosten für Energieimporte – ein zentraler Kostentreiber des Energiesystems. Diese hohen Kosten führen nicht nur zur Abwanderung energieintensiver Industriebetriebe, sondern gefährden Unternehmen allgemein.

Quelle: DIHK, 2025.

Am 21.03.26 berichtete der Wirtschaftsredakteur Daniel Wetzel in der „Welt“, dass französische Atomkraftwerke für deutsche Stromnetz-Stabilität wichtiger werden. Die Netzbetreiber greifen zunehmend auf französische Atomkraftwerke (AKW) zurück, um die Schwankungen von Wind- und Solarstrom auszugleichen. Die Kosten tragen die Endverbraucher in Deutschland.

Deutschland ist seit der Stilllegung seiner letzten AKWs 2023 zum Netto-Importeur von Elektrizität geworden. Nach Daten der Bundesnetzagentur bezog die Bundesrepublik im vergangenen Jahr mehr als 60.000 GWh Strom aus dem Ausland.

Quelle: Daniel Wetzel, 21.03.26, Welt

Was ist der Sinn der deutschen Energiewende? Wir sind nun abhängig von Ländern, die Atomstrom produzieren. Der zunehmende und kostspielige Ausbau der wetterabhängigen Windkraft benötigt große Flächen – bei uns in Baden-Württemberg werden dafür kostbare Waldflächen unwiederbringlich zerstört. Und trotzdem sind die CO2-Emissionen pro Kopf in Deutschland deutlich höher als in Frankreich (2024 Deutschland 7,03 t, Frankreich 4,12 t), aber Frankreich hat einen niedrigeren Strompreis (1. Halbjahr 2025 0,27 €/kWh) als Deutschland (1. Halbjahr 2025 0,38 €/kWh), Quelle: Statistisches Bundesamt.

Wir von Gegenwind Bergstraße wünschen Ihnen frohe Ostern. Wenn Sie mit Ihrer Familie eine Eisdiele aufsuchen, denken Sie daran, dass die Kugel Eis vor 20 Jahren ca. 60 Cent kostete.

Nächstes Monatstreffen:

Donnerstag, 09.04.26 um 19.30 Uhr im Neuen Ludwigstal.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Mitgliederversammlung:

Donnerstag, 14.05.26 um 19.30 Uhr im Neuen Ludwigstal.

Kontakt: karin.reinhard12@gmail.com

Spendenkonto DE96 6709 2300 0033 3033 27

Weitere Infos: gegenwind-bergstrasse.de

Dr. R. Kraft

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Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 14/2026
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