Nach der Umstellung auf die Sommerzeit nimmt die Gefahr für Wildunfälle zu. Der Landesjagdverband erklärt, wo besondere Vorsicht gefordert ist und womit Autofahrer rechnen müssen.
In der Nacht auf Sonntag, 29. März, wurden die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Für die Menschen springt nur der Zeiger eine Stunde nach vorn – doch die Wildtiere sind schlecht informiert. Reh, Wildschwein und Co. orientieren sich nicht an der Uhr, sondern am Tageslicht.
Und so rückt der morgendliche Berufsverkehr stärker in die Zeit, in der viele Tiere unterwegs sind. Besonders auf Straßen an Waldrändern, in Feldfluren und an unübersichtlichen Übergängen steigt das Risiko für Wildwechsel und damit auch für Wildunfälle.
„Gerade Rehe sind in der Dämmerung besonders aktiv und oft nicht allein unterwegs. Auch Wildschweine können Straßen plötzlich queren. Wer jetzt besonders aufmerksam fährt, kann helfen, Unfälle zu vermeiden“, sagt René Greiner, Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbands Baden-Württemberg (LJV).
Wie ernst die Folgen sein können, zeigen auch die Zahlen aus Baden-Württemberg: Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg wurden im Jahr 2025 bei 226 Wildunfällen mit Personenschaden insgesamt 262 Menschen verletzt, darunter 39 schwer. Fast die Hälfte dieser Unfälle ereignete sich auf Landes- und Kreisstraßen. Sachschäden sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt.
Der LJV bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht und wünscht eine unfallfreie Fahrt.
Kreisjägervereinigung Tübingen e.V.