Nach dem Training sitzen Jürgen Rentschler und Ernst Schmid beisammen, essen gemeinsam, trinken ein Bier. Früher war der Tisch voll, heute sind sie zu zweit geblieben. Doch was geblieben ist, ist mehr als Gewohnheit – es ist eine über Jahrzehnte gewachsene Kameradschaft und ein Stück Calwer Sportgeschichte. Stellvertretend für die Tischtennis-Gruppe des TSV Calw erzählen die beiden von Anfängen, Zusammenhalt und der Bedeutung des Dranbleibens. Die Wurzeln der Tischtennis-Abteilung reichen zurück bis etwa ins Jahr 1970 – damals noch nicht unter dem Vereinsdach des TSV Calw, sondern als Betriebsmannschaft der Firma Bauknecht. Mit der Insolvenz von Bauknecht um das Jahr 2000 endete die Zeit als Betriebsmannschaft. Doch das Tischtennis sollte weitergehen. Die Lösung: der Anschluss an den TSV Calw. Heute zählt die Gruppe, die inzwischen innerhalb der Abteilung Freizeitsport im TSV Calw organisiert ist, noch acht aktive Männer im Alter zwischen etwa 35 und 85 Jahren. Drei davon sind über 85 – darunter Schmid selbst. „Früher waren wir 15 oder 16 Leute“, sagt er. „Einige sind gestorben und der Nachwuchs hat gefehlt. So ist es einfach weniger geworden.“ Frauen waren über die Jahre ebenfalls Teil der Mannschaft. Und die Einladung steht weiterhin: „Wenn jemand Lust hat, dazuzukommen – sehr gerne“, betont Rentschler. Trainiert wird freitags von 17.30 bis 20 Uhr in der alten Turnhalle in Heumaden.


