
Niemand hätte es für möglich gehalten, aber am Ende der Saison standen sie als ungeschlagene Sieger da (siehe Tabelle). Ihre Reise zum Aufstieg war jedoch alles andere als gewöhnlich.
Anfang der Saison war das Team weit davon entfernt, als Favorit zu gelten. Es gab Maximilian, der seinen Schläger gern malträtierte, sodass er einen Teil der Runde mit einem gebrochenen Holz spielen musste. Dann war da noch Vincent, der jeden Schlag zum Endschlag machen wollte, was dann zwar in einen Endschlag mündete, allerdings häufig mit Punktgewinn für den Gegner. Laurin spielte stets selbstreflektiert: „Warum mach ich das?“. Und last but not least David, der Captain, der bei jedem Punkt mit der Stirn runzelte, als würde er ein Weltwirtschaftsproblem lösen wollen.
Der erste Sieg kam aus heiterem Himmel. „Wie haben sie das eigentlich geschafft?“, fragte sich der gesamte Verein nach dem ersten Spiel. Es war der Moment, in dem die Warmbronner U19 entdeckte, dass sie vielleicht tatsächlich besser waren als ihre gegnerischen Teams – zumindest, wenn es darum ging, Spaß zu haben und die Nerven im Griff zu behalten.
Die gesamte Mannschaft starrte sich nach dem 6:1-Sieg gegen Böblingen (dem späteren Tabellenzweiten) wie verzaubert an. Doch dann traf der erlösende Gedanke die Gruppe: „Könnten wir tatsächlich als Neulinge in der U19 noch mehr Spiele gewinnen?“
Und sie gewannen Spiel um Spiel. Vielleicht lag es teilweise an den glücklichen Pannen der Gegner oder an den mystischen Kräften des Maskottchens „WaTiRex“, aber irgendwie landeten sie am Ende jedes Spiels immer oben.
Mit jedem Sieg stieg der Druck. Die Ballkünstler wussten, dass sie auf einmal zu den "großen Namen" gehörten, aber sie hatten keinen Plan, wie sie damit umgehen sollten. Die Geheimstrategie bestand aus einer Mischung aus Improvisation, Zufall und einer ordentlichen Portion Können. Als sie bei den entscheidenden Spielen gegen Teams mit echten Tischtennis-Talenten antraten, stellten sie fest, dass sie tatsächlich in der Lage waren, gegen die stärkeren Gegner zu gewinnen. Es war ein wahres Spektakel – die Gegner so verwirrt wie Maximilian, der während eines Spiels versuchte, mit dem Schläger „zu reden“.
Die beiden letzten Begegnungen waren wie Höhepunkte eines guten Films – Nervenkitzel, Spannung und eine Menge Leute, die sich fragten, wie genau das passieren konnte. Während der vorletzten Partie, die für den Aufstieg entscheidend war, gab das Team den einzigen Punkt ab und es stand 5:5 unentschieden, d.h. in der letzten Runde in der Auswärtsbegegnung gegen Renningen stand alles auf dem Spiel, da Böblingen bei einer Niederlage noch vorbeigezogen wäre.
In dramatischen Spielen, die eher an einen Thriller als an ein sportliches Ereignis erinnerten, dann der entscheidende Sieg mit einem schmeichelhaften 6:0-Endstand. Es war der Moment der Wahrheit: Aufstieg. Ungeschlagen.
Sie taten es wirklich – sie hatten die Liga in einem wilden, fast chaotischen, aber auf jeden Fall äußerst unterhaltsamen Stil erobert. Und das Beste daran? Keiner hatte so richtig verstanden, wie sie es geschafft hatten. Aber warum auch? Manchmal ist das Leben eben ein wenig wie Tischtennis: Man kann es nie ganz planen, aber wenn man mit genug "gutem" Humor und Spaß an die Sache geht, kommt man ganz weit.
Und so endete die Saison ungeschlagen, mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen.
Wer weiß, welche Gegner in der nächsten Saison eine Klasse höher gegenüberstehen.

