Nussbaum-Logo
Mit Fördergeldern vom Staat

DLRG und Tauchsportverein wollen neues Hallenbad: Die Pläne

Die DLRG und der Tauchsportverein Malsch setzen sich für ein neues Funktionshallenbad ein. Sie sehen die Schwimmausbildung gefährdet.
Kinder und Erwachsene im Hallenbad.
Die „Sicherung des Schwimmenlernens“ sei in Gefahr, befürchten DLRG und Tauchsportverein Malsch. Deswegen soll ein neues Hallenbad her.Foto: privat

Die DLRG und der Tauchsportverein Malsch, die zusammen rund 1.000 Mitglieder zählen, setzen sich weiter für ein neues Funktionshallenbad in Malsch ein. In einem Informationsflyer an die Bevölkerung hatten die Vereine nun kurz vor Weihnachten auf die „ernsthafte Problematik der langfristigen Sicherung des Schwimmenlernens“ in der Gemeinde hingewiesen.

Die Vereine warnen vor massiven Einschränkungen im Ausbildungs- und Trainingsbetrieb, sollten keine ganzjährigen Schwimmmöglichkeiten geschaffen werden, wie die MAZ schon vergangenes Jahr berichtete. Derzeit stünden für Kurse und Training lediglich die Sommermonate im Freibad zur Verfügung – zu wenig, um Rettungsschwimmer, Kinder und Jugendliche durchgängig auszubilden. Auch in umliegenden Hallenbädern gebe es nach Angaben der Vereine keine ausreichenden Kapazitäten.

Neues Konzept erarbeitet

Beide Organisationen engagieren sich ehrenamtlich und haben in den vergangenen Monaten gemeinsam an Konzepten gearbeitet, um den Wasser- und Rettungssport in Malsch langfristig zu sichern. Beispiele der Mindestanforderungen an ein Funktionshallenbad (kein Erlebnisbad, sondern rein funktional) seien:

  • 5-6 Bahnen, 25 m lang
  • unterschiedliche Tiefenbereiche, realisierbar durch einen Hubboden
  • kein Sprungturm, keine Rutschen, keine Wasserdüsen, kein Warmbadebereich, etc.
  • Möglichkeit zur Aquagymnastik für jedes Alter
  • Gesundheitsschwimmen, Schwimmkurse, etc. ganzjährig

Beispiele für Wirtschaftlichkeit:

  • wenn möglich Übernahme bestehender Infrastruktur
  • Kursanbieter und Vereine mit eigenem Leitungs- und Aufsichtspersonal

Erste Kostenschätzungen der Gemeinde lagen laut den Vereinen bei rund 16,8 Millionen Euro. Eigene Recherchen unter Bezug auf vergleichbare Bauten – etwa in Ettlingen und Pforzheim-Huchenfeld – hätten jedoch gezeigt, dass eine funktionale Variante auch für rund 13 Millionen Euro realisierbar sei. Als potenzieller Standort stand die Hans-Thoma-Schule im Raum.

Geld von der „Sportmilliarde“ des Bundes?

Ein wichtiger Schritt sei die Entscheidung des Gemeinderats am Dienstag, 16. Dezember, sich mit einem entsprechenden Projektskizzenentwurf um Fördermittel aus der sogenannten „Sportmilliarde“ des Bundes zu bewerben. Das Funktionshallenbad soll dabei neben der Sanierung der Bühnsporthalle als zweites förderfähiges Projekt eingereicht werden.

„Das ist ein wichtiges Signal für den Schwimmsport und die Vereinsarbeit in Malsch“, erklärten die Vorsitzenden der beiden Vereine. Das geplante Bad könne ein zentraler Baustein für Bildung, Gesundheit und gesellschaftliches Leben in der Gemeinde werden, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Hallenbad.
Das Konzept der Vereine sieht 5 bis 6 Bahnen zum Schwimmenlernen vor. (Symbolbild).Foto: SabirBabayev/iStock/GettyImagesPlus
Erscheinung
MAZ – Das Wochenmagazin für Malsch, Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier
Ausgabe 03/2026
von Redaktion NUSSBAUMpm/red
12.01.2026
Orte
Malsch