
Die DLRG und der Tauchsportverein Malsch, die zusammen rund 1.000 Mitglieder zählen, setzen sich weiter für ein neues Funktionshallenbad in Malsch ein. In einem Informationsflyer an die Bevölkerung hatten die Vereine nun kurz vor Weihnachten auf die „ernsthafte Problematik der langfristigen Sicherung des Schwimmenlernens“ in der Gemeinde hingewiesen.
Die Vereine warnen vor massiven Einschränkungen im Ausbildungs- und Trainingsbetrieb, sollten keine ganzjährigen Schwimmmöglichkeiten geschaffen werden, wie die MAZ schon vergangenes Jahr berichtete. Derzeit stünden für Kurse und Training lediglich die Sommermonate im Freibad zur Verfügung – zu wenig, um Rettungsschwimmer, Kinder und Jugendliche durchgängig auszubilden. Auch in umliegenden Hallenbädern gebe es nach Angaben der Vereine keine ausreichenden Kapazitäten.
Beide Organisationen engagieren sich ehrenamtlich und haben in den vergangenen Monaten gemeinsam an Konzepten gearbeitet, um den Wasser- und Rettungssport in Malsch langfristig zu sichern. Beispiele der Mindestanforderungen an ein Funktionshallenbad (kein Erlebnisbad, sondern rein funktional) seien:
Beispiele für Wirtschaftlichkeit:
Erste Kostenschätzungen der Gemeinde lagen laut den Vereinen bei rund 16,8 Millionen Euro. Eigene Recherchen unter Bezug auf vergleichbare Bauten – etwa in Ettlingen und Pforzheim-Huchenfeld – hätten jedoch gezeigt, dass eine funktionale Variante auch für rund 13 Millionen Euro realisierbar sei. Als potenzieller Standort stand die Hans-Thoma-Schule im Raum.
Ein wichtiger Schritt sei die Entscheidung des Gemeinderats am Dienstag, 16. Dezember, sich mit einem entsprechenden Projektskizzenentwurf um Fördermittel aus der sogenannten „Sportmilliarde“ des Bundes zu bewerben. Das Funktionshallenbad soll dabei neben der Sanierung der Bühnsporthalle als zweites förderfähiges Projekt eingereicht werden.
„Das ist ein wichtiges Signal für den Schwimmsport und die Vereinsarbeit in Malsch“, erklärten die Vorsitzenden der beiden Vereine. Das geplante Bad könne ein zentraler Baustein für Bildung, Gesundheit und gesellschaftliches Leben in der Gemeinde werden, heißt es weiter in einer Mitteilung.