Nach zwei erfolgreichen Aufführungen des Musicals “Don’t stop the Music!” im Mai 2025 legten die SchwetSingers, Chorgruppe des Sängerbundes Schwetzingen, noch eine drauf: zusammen mit dem Jugendchor präsentierten sie eine Show mit 22 Songs aus mehreren Jahrzehnten, angefangen von den 60er Jahren bis heute.
Rockballaden, Evergreens und Welthits hatte Chorleiterin Elena Spitzner auf ihre Chöre zugeschnitten und so begannen die SängerInnen mit dem einfühlsamen "You've got a friend”, dem flotten “Don’ t stop me now” und dem Queen-Hit “ We will rock you” jeweils in Kleingruppen. Und hierbei wurde schon das Grundgerüst der Geschichte , die das Musical zeigen wollte, deutlich: ganz unterschiedliche Musikrichtungen und doch eint alle die Liebe zur Musik! Drei “Chöre” konkurrieren miteinander in der Vorbereitung auf ein Chorfestival. Es kommt sogar zu Handgreiflichkeiten. Aber auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen Emma und Jonas, sowie neues Entflammen schon erloschener Gefühle bei der Chorsängerin Lou und dem Rocker Ben sind Themen.
Und Enkelin Maxi überredet ihre Oma, noch weiter im Chor mitzusingen, obwohl diese erst skeptisch ist wegen der verlangten Choreographie. Oma und Opa schwelgen in Erinnerungen an ihre Jugend, die der gesamte Chor mit einem ABBA-Medley und der Jugendchor mit “Summer Lovin’ “ aus dem Film GREASE heraufbeschwört. Noch weiter zurück in der Musicalwelt geht es mit zwei Titeln aus “Hair”, nämlich mit “Aquarius” und “Let the sunshine”. Spätestens da summt und singt das Publikum mit. Ein emotionaler Höhepunkt bei dem John Miles Titel “Music”, den die SchwetSingers à capella vortragen: Gänsehaut-Feeling bei Chor und Publikum. Eine tolle Show-Einlage ist eine Szene im Etablissement “Zur Roten Mühle” zum Titel “Big Spender”. Und Akrobatik zeigen einige Sängerinnen vom Jugendchor und den SchwetSingers bei dem Hit der Spice Girls "Wannabe".
Ein wirklich sehr abwechslungsreiches Programm bei dieser Musical-Inszenierung, die sich die beiden Sängerinnen Santina Rudolph und Kerstin Steinhilper ausgedacht haben und die von Elena Spitzner einstudiert wurde.Dafür gab es für die drei Blumen-Präsente, aber auch die einzelnen Akteure, die durch Schauspiel und Sologesänge besonders hervorstechen, erhielten stürmischen Applaus. Und überhaupt hatte das Publikum auch einen großen Anteil an diesem grandiosen Konzert, denn schon von Beginn an herrschte im Saal eine tolle Stimmung, die die beiden Chöre immer weiter anspornte. Ein großartiges Konzert, das zum 25-jährigen Jubiläum der Chorleitertätigkeit von Elena Spitzner beim Sängerbund veranstaltet wurde. (red)


