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Doppelte Staatsbürgerschaft: Fakten, Erfahrungen, Perspektiven

Am Freitag, 21. November, lud die Wählervereinigung Zusammen für Walldorf zu einem Informations- und Diskussionsabend in die Astoria-Halle ein. Unter...
Gemeinderätin Mihriban Gönenç beim Begrüßen der Gäste
Gemeinderätin Mihriban Gönenç beim Begrüßen der GästeFoto: ZfW

Am Freitag, 21. November, lud die Wählervereinigung Zusammen für Walldorf zu einem Informations- und Diskussionsabend in die Astoria-Halle ein. Unter dem Titel „Warum eine Heimat, wenn man zwei hat?“ stand die doppelte Staatsbürgerschaft im Mittelpunkt – ein Thema, das rechtlich komplex ist und viele Menschen persönlich betrifft.

Vorsitzender Akif Ünal eröffnete die Veranstaltung und formulierte klar den Anspruch der jungen Wählervereinigung: eine Debattenkultur, die auf Respekt und Fakten basiert. Ünal betonte: „Wir reden mit Betroffenen, nicht über sie.“ Es sei entscheidend, politische Fragen nicht abstrakt, sondern gemeinsam mit den Menschen zu besprechen, die sie direkt betreffen. Zugleich dankte er den zahlreichen Ehrenamtlichen, die den Abend ermöglicht hatten.

Rechtsanwalt Yalçın Tekinoğlu gab anschließend einen präzisen Überblick über die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur Mehrstaatigkeit. Er erläuterte, welche Reformen bereits greifen, welche Verfahren noch unklar sind und mit welchen Herausforderungen Menschen mit mehreren kulturellen Hintergründen in der Praxis konfrontiert sind.

In der folgenden Podiumsdiskussion, moderiert von Sibel Yıldırım, kamen Stimmen aus Walldorf selbst zu Wort. Ashwin Yeddula (Indien), Kamal Badawi (Palästina) und Fadime Ünal (Türkei) schilderten, wie sich Identität, Zugehörigkeit und doppelte Staatsbürgerschaft im Alltag anfühlen.

Ihre Berichte machten deutlich, dass es dabei nicht nur um Gesetze geht, sondern um Lebensrealitäten, die oft zwischen mehreren Kulturen liegen.

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit der offenen Fragerunde, eigene Erfahrungen einzubringen oder Unsicherheiten zu klären.

Beim anschließenden Ausklang entwickelten sich zahlreiche Gespräche – bei Kaffee und Plätzchen entstand ein entspannter Rahmen für Begegnung und vertiefende Diskussionen.

Der Abend endete mit einem klaren Eindruck: Walldorf profitiert von seiner Vielfalt, und eine nüchterne, respektvolle Diskussion trägt mehr zur Verständigung bei als jede polarisierte Debatte.

Zum Schluss liebe Adventsgrüße

Die Adventszeit steht vor der Tür. Zu diesem Anlass wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben eine wunderbare vorweihnachtliche Zeit.

Zusammen für Walldorf e. V.

info@zusammen-fuer-walldorf.de

Podiumsdiskussion mit Walldorfer Bürger/innen mit Migrationshintergrund
Podiumsdiskussion mit Walldorfer Bürger/innen mit Migrationshintergrund und Rechtsanwalt Yalcin Tekinoglu (von links: Sibel Yildirim, Yalcin Tekinoglu, Kamal Badawi, Fadime Ünal, Ashwin Yeddula).Foto: ZfW
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Walldorfer Rundschau
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Ausgabe 48/2025
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