Beim Spazierengehen auf den Feldern.
Kind: „Es ist schon Frühlingszeit.“
Erzieherin: „Woran merkst du das?“
Kind: „Es piepst schon so arg.“
Was macht unseren Waldorfkindergarten aus? Unter anderem, dass wir JEDEN Tag und bei Wind und Wetter mit unseren Kindern rausgehen. Entsprechend angezogen geht es in den Garten, den Wald, auf die Felder oder auch mal auf die nahegelegenen Spielplätze. So erleben die Kinder die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erdeauf intensive Art und Weise. Nicht selten kommen die Kinder von Kopf bis Fuß dreckbeschmiert in den Kindergarten zurück. Die Augen leuchten und die Wangen glühen, denn sie durften sich ganz verbinden und im Moment sein. Dieses tägliche Erleben der Natur fördert nicht nur die körperliche Gesundheit der Kinder, sondern unterstützt auch ihre emotionale und soziale Entwicklung im Sinne der Waldorfpädagogik. Außerdem erleben die Kinder durch das Draußensein die Natur in all ihren Facetten und Möglichkeiten. Die Jahreszeiten werden wahr- und aufgenommen, bis sich mit einem Mal die Zusammenhänge finden und erkannt werden. Ich erinnere mich, wie vor ein paar Jahren ein Mädchen (ca. 5 Jahre alt) beim Mittagessen meinte: „Nach dem Winter kommt der Frühling, dann kommt der Sommer, der Herbst und wieder der Winter. So geht es immer im Kreis herum.“ Was muss da noch erklärt werden?