Nussbaum-Logo
Aus den Rathäusern

Drei neue Urnenstelen auf dem Friedhof Spessart

Der Trend geht eindeutig hin zu Grabarten, die wenig Pflege bedürfen. „Fast die Hälfte der Bestattungen auf dem Spessarter Friedhof sind...
Ortschaftsrätinnen und Räte, Ortsvorsteherin Werner sowie BM Dr. Heidecker und Vertreter des betroffenen Amtes auf dem Friedhof Spessart.
Der Trend geht zu pflegeleichten Begräbnisformen, Urnenstelen gehören dazu. Aktuell wurden auf dem Friedhof Spessart drei neue Stelen mit insgesamt neun Plätzen errichtet, Ortsvorsteherin Elke Werner, Vertreterinnen und Vertreter des Ortschaftsrats sowie Bürgermeister Dr. Heidecker, Stadtbauamtsleiter Daniel Schwab und Garten- und Friedhofsabteilungsleiterin Ingrid Lotterer waren vor Ort.

Der Trend geht eindeutig hin zu Grabarten, die wenig Pflege bedürfen. „Fast die Hälfte der Bestattungen auf dem Spessarter Friedhof sind mittlerweile Urnenbestattungen“, so Ortsvorsteherin Elke Werner; gerne werden die Stelen genutzt. Mittlerweile gibt es auf dem terrassenförmig angelegten Friedhof mit seinem alten Baumbestand xy solcher Urnenpfeiler. Auf quadratischem Grundriss, mit dunklem Sockel und rosagefleckter Granitverkleidung bieten sie je nach Größe bis zu drei Plätze für die Aschebehältnisse. Die Ursache für den Trend ist schnell benannt: die Angehörigen leben nicht mehr im Ort, Grabpflege ist aufwändig.

Ende Januar hatten sich neben der Ortsvorsteherin eine Reihe von Ortschaftsräten und eine Ortschaftsrätin auf dem Friedhof versammelt, mit vor Ort waren Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker, Stadtbauamtsleiter Daniel Schwab sowie seine Mitarbeiterin Ingrid Lotterer, die Leiterin der Garten- und Friedhofsabteilung. Denn vor kurzem wurden drei neue Stelen errichtet, mithin gibt es acht freie ‚Plätze‘, eine Urnennische ist bereits belegt.

Es sei ein Zeichen der Zeit, dass die Zahl der Urnenbestattungen laufend zunehme, merkte Bürgermeister Dr. Heidecker mit Blick auf die zahlreichen Stelen an. „Doch es gibt andere pflegearme Bestattungsmöglichkeiten“, wie Ingrid Lotterer ausführte. Reihenbestattungen im Gemeinschaftsfeld, Urnengräber mit einer Steinplatte, die Bestattungsmöglichkeit halbanonym unter einem schönen Baum nahe der Aussegnungshalle. Dort werden an einem stilisierten Bachlauf Steine abgelegt, in die die Namen der Verstorbenen eingraviert sind.

Die Bedarfe seien je nach Ortsteil unterschiedlich, betonte Daniel Schwab; nicht zuletzt deshalb werde von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit einem auf diesem Gebiet versierten Fachbüro derzeit eine Friedhofskonzeption erarbeitet, „die auf die Ortsteile zugeschnitten“ werde und einerseits geänderte Ansprüche, andererseits auch den Flächenbedarf im Auge behalte. „Wir haben einen hohen Anspruch an die Gestaltung“, merkte der Bürgermeister an, doch müsse auch der vom Gemeinderat vorgegebene Kostendeckungsgrad berücksichtigt werden.

Voraussichtlich im Lauf der zweiten Jahreshälfte werde die Konzeption spruchreif sein, um in den Gemeinderatsgremien vorgestellt zu werden; die Ortschaftsräte werden zu gegebener Zeit mit einbezogen.

Erscheinung
Amtsblatt Ettlingen
Ausgabe 06/2026
von Stadt Ettlingen
03.02.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Ettlingen
Kategorien
Aus den Rathäusern