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Kirche & Religion

Dreifaltigkeitssonntag und Kreuzsegnung

1+1+1=1 Da stimmt doch was nicht?!? im Mathematikunterricht wäre diese Rechenaufgabe falsch, bei Gott ist sie aber genau richtig!!! „ Gott ist...
KreuzsegnungFoto: A.Wild

1+1+1=1 Da stimmt doch was nicht?!? im Mathematikunterricht wäre diese Rechenaufgabe falsch, bei Gott ist sie aber genau richtig!!!

Gott ist dreifaltig einer“ heißt es in einem alten Kirchenlied. Er ist ‚drei in eins’. Gott ist für uns da: als Vater / Mutter, der/die uns liebt, als Bruder Jesus, der uns zeigt, wie ein gutes Leben für alle gelingen kann, als Hl. Geist, der uns Mut macht, in dieser Welt gut zu leben und zu handeln.
Nicht drei Götter, sondern drei Weisen, uns Menschen nahe zu sein: Gott ist dreifaltig Einer! Die zentrale Unterscheidung zwischen dem Christentum und allen anderen Religionen ist die Menschwerdung. Gott teilt sich selbst im menschlichen Wort mit. Er hat kein Wort für uns, er ist das Wort. Das Wort nennen wir den Sohn, weil Gott Mensch wird, damit wir das Wort aus Menschenmund hören und verstehen. Das Wort, in dem sich Gott uns mitteilt, ist die Botschaft der grenzenlosen Liebe, die Gott selbst ist.
Diese Liebe nennen wir den Heiligen Geist. Gott ist diese Liebe, daher ist der Heilige Geist Gott.
Jedes Mal, wenn wir ein Kreuzzeichen machen, bringen wir den Glauben an den dreifaltigen Gott zum Ausdruck. Wir berühren mit der Hand die Stirn als Zeichen dafür, dass wir an Gott, den Vater denken. Wir berühren mit der Hand unser Herz als Zeichen dafür, dass Gott uns liebt. Er hat uns seinen Sohn geschenkt und will, dass es uns gut geht. Wir können dabei denken: Jesus, ich trage dich in meinem Herzen. Wir berühren mit der Hand unsere Schultern. Zuerst die linke, dann die rechte Schulter. Jemanden auf die Schulter klopfen, heißt sie oder ihn zu loben. Das gibt Mut und macht stark. Es kann aber auch ein Schutz sein. Wir können dabei denken: Heiliger Geist, beschütze mich und mache mir Mut.

Nach dem Gottesdienst am Sonntag, mit dem zentralen Thema -Trinität- Gott ist dreifaltig einer, machten sich die anwesenden Gemeindemitglieder auf den Weg zum Kreuz der Familie Kaiser in der Hadolfinger Strasse. Das Kreuz das 1952 erstellt wurde, durfte nun nach aufwendiger Restauration neu gesegntet werden. Nach einer kleinen Andacht und Ansprache von Dompfarrer Rennemann wurde das Kreuz neu gesegnet. Anschließend gab es noch ein nettes Beisamensein der Anwesenden mit der Familie Kaiser. Hierfür ein herzliches Vergelt`s Gott.

Kreuzweihe und Wegkreuz- kurz erklärt

Unter einer Kreuzweihe (oder auch Kreuzsegnung) versteht man die feierliche Einweihung und Segnung eines christlichen Kreuzes. Dabei weiht ein Priester oder Bischof ein neu aufgestelltes oder restauriertes Kreuz (z. B. ein Gipfelkreuz, Wegkreuz am Straßenrand oder ein Hofkreuz), um es unter den besonderen Schutz Gottes zu stellen.

Die Feier findet in der Regel direkt am neuen Standort des Kreuzes im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes, einer Maiandacht oder einer Prozession statt. Das Kreuz wird mit Weihwasser besprengt. Das Kreuz wird als Zeichen des Glaubens, der Hoffnung und der Verbundenheit mit Gott geweiht. Es soll für Vorbeigehende oder Wanderer ein Ort des Innehaltens, der Besinnung und des Gebets sein. Solche Segnungen sind vor allem in der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche ein wichtiger und feierlicher Brauch, der heutzutage eher selten vorkommt. Deshalb ist es um so erfreulicher, dass wir in Hailfingen nun wieder ein schönes Wegkreuz haben.

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