Die diesjährige Pilgerwanderung in drei Etappen von Tübingen nach Horb startete am vergangenen Samstag mit der 1. Etappe von Tübingen nach Rottenburg. Der Vorsitzende und Pilgerbeauftragte Ulrich Schöll begrüßte 9 Teilnehmende am Hauptbahnhof in Tübingen mit einem Vademecum von der Wurmlinger Kapelle samt erster Strophe des berühmten Gedichts von Ludwig Uhland. Schöll stellte kurz die Tagesetappe vor. Sie führte durch Tübingen übers Schloss zur Wurmlinger Kapelle, von dort nach Wurmlingen und weiter über die Sülchenkapelle nach Rottenburg zum Dom.
An folgenden Tübinger Sehenswürdigkeiten machten die Pilger halt: an der Stiftskirche, am Rathaus, am Schloss Hohentübingen von 1078, in dem die Pfalzgrafen von Tübingen, die Grafen und Herzöge von Württemberg residierten. Über den Schlosshof, den Bärengraben, führte der Weg zum Bismarckturm. Ein Ort zum Pausieren mit schönem Tübingenblick. Über den Spitzberg folgte die Gruppe dem schattigen Ludwig-Uhland-Weg zum Kapellenberg mit der Wurmlinger Kapelle. 10 Infotafeln künden von Gedichten Ludwig Uhlands. QR-Codes ermöglichen das Anhören der Lieder, z.B. des bekanntesten „Droben stehet die Kapelle“. Schon Ludwig Uhland wusste die schlichte Schönheit der hoch über dem Neckar thronenden Wurmlinger Kapelle zu schätzen. Das „Wurmlinger Kapellenwegle“ führte zur St.-Briccius-Kirche mit dem Jakobusplätzle in Wurmlingen. Über die offene Flur mit einem Abstecher zur Sülchenkirche ging es weiter nach Rottenburg. Die Sülchenkirche ist die Grablege der Rottenburger Bischöfe und dient seit 1500 Jahren als Bestattungsplatz. Auf dem Eugen-Bolz-Platz vor dem Bildnis des St. Martin endete die Pilgerwanderung. Im Restaurant „Zum Stift“ stärkten sich die müden, aber begeisterten Pilger, die sich schon auf die 2. Etappe am Samstag, 4. Juli, von Rottenburg nach Ergenzingen freuen. Alle, die gerne pilgern, sind herzlich eingeladen. Nähere Infos dazu sind auf der Homepage unter www.h-jg.de zu finden.


