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Durchschnittliches Einsatzjahr und stetige Weiterentwicklung

So könnte man den Jahresbericht der Freiwillige Feuerwehr Reichenbach an der Fils zusammenfassen. Kommandant Mario Dagott konnte im gut gefüllten...
Foto: FF Reichenbach an der Fils

So könnte man den Jahresbericht der Freiwillige Feuerwehr Reichenbach an der Fils zusammenfassen.

Kommandant Mario Dagott konnte im gut gefüllten Saal des Feuerwehrhauses neben den Kräften der Einsatzabteilung auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung begrüßen. Weiterhin begrüßte er Vertreter der umliegenden Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, der Polizei, Mitglieder der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates sowie Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes. Zu Beginn der Versammlung gedachten die Teilnehmer der Veranstaltung dem Ehrenmitglied Gerhard Nimis, der 2025 für 70 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt wurde und im Alter von 90 Jahren verstorben ist.

In seinem Jahresbericht ging Kommandant Dagott auf folgende Dinge ein. Auch im Jahr 2025 war die Mannschaftsstärke annähernd 60 Einsatzkräfte. Die Abgänge wurden vollständig durch Übertritte aus der Jugendfeuerwehr und einen Neueintritt ersetzt. Auch die Jugendfeuerwehr ist weiter auf einem hohen Mitgliederniveau. Erstmal wurde auch die Altersentwicklung beleuchtet. Das Durchschnittsalter der Einsatzabteilung ist in den letzten 10 Jahren von 35 Jahren auf 38 Jahre gestiegen. Zurzeit stellt die Altersgruppe der 17- bis 25-Jährigen die stärkste Gruppe von 16 Personen. Die gute und ausdauernde Jugendarbeit zeigt hier ihre Erfolge. Es ist ausreichend Nachwuchs in der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach an der Fils vorhanden.

Das Einsatzjahr 2025 war durchschnittlich. Mit 80 Alarmen war es jedoch auf hohem Niveau. Diese verteilten sich 10 Brände, 48 Hilfeleistungen und 22 Fehlalarme. Bei den Fehlalarmen waren die Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen in Betrieben und Pflegeeinrichtungen der größte Anteil. Diese nehmen durch gut gewartete und betreute Anlagen in den letzten Jahren ab. Es musste ein Großbrand in der Danziger Straße bekämpft werden und zu einem Großbrand rückten wir im Rahmen der Überlandhilfe aus. Die Brandeinsätze haben gegenüber dem vergangenen Jahr abgenommen, was sicher daran liegt, dass es keine Brandstiftungen mehr gab. Bei den Hilfeleistungen mussten im Jahr 2025 nur 9 Einsätze durch Hochwasser und Unwetter abgearbeitet werden. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 1528 Stunden ihrer Freizeit ehrenamtlich geleistet.

In 49 Dienstveranstaltungen bildeten sich die Angehörigen der Einsatzabteilung weiter oder übten Handgriffe, um sie im Einsatz jederzeit einsetzen zu können. Feuerwehrleute nahmen im Jahr 2025 an 17 Lehrgängen auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule des Landes Baden-Württemberg teil. Die Führungskräfte der Feuerwehr trafen sich weiterhin zu einer großen Anzahl an weiteren Sitzungen und Besprechungen, um die Weiterentwicklung der Feuerwehr voranzutreiben. Nachdem im Jahr 2024 der Feuerwehrbedarfsplan durch die Gemeinde fortgeschrieben wurde, konnten in verschiedenen Besprechungen die Machbarkeitsstudie für die nötigen Maßnahmen am Feuerwehrhaus auf den Weg gebracht werden. Weiterhin wurde der Einsatzleitwagen zurzeit das älteste Fahrzeug im Bestand neu ausgeschrieben und bestellt werden und wird voraussichtlich Ende 2026 geliefert werden. Die Neubeschaffung des Kommandowagens wird noch im 1. Halbjahr 2026 geliefert. Der Ölsperrenanhänger wird im Jahr 2026 durch die Fernleitungsbetriebsgesellschaft ersetzt.

Im Bereich der Kameradschaft berichtete Kommandant Dagott über eine Vielzahl von unterschiedlichen Aktivitäten. Zu Abschluss bedankte er sich bei allen, die für die Feuerwehr neben ihrem Einsatzdienst weitere Tätigkeiten übernehmen und die Feuerwehr möglich machen.

Nach weiteren Berichten und der Entlastung der Kassierin Franziska Furtwängler wurde die Jahreshauptversammlung mit Aufnahmen in die Einsatzabteilung und Beförderungen fortgesetzt.

Aufgrund absolvierter Lehrgänge oder aufgrund der vorgeschriebenen Dienstzeiten wurden im Rahmen der Hauptversammlung folgende Kameraden befördert:

Für die aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden durch das Land Baden-Württemberg Linda Friede, Louisa Gewand, Roman Sigel für 15 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Bronze, Stefan Kübler für 25 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Silber und Volker Braun für 40 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Bernd Streicher ehrte die Kameraden Michael Eberle und Andreas Löffler für mehr als 10-jährige Tätigkeit in einer Funktion in der Feuerwehr. Michael Eberle war von 2004 bis 2018 Mitglied des Feuerwehrausschusses der Gemeinde Reichenbach an der Fils. In dieser Zeit war er als Protokollführer für alle schriftlichen Arbeiten des Ausschusses und für die Fortschreibung der Chronik der Feuerwehr verantwortlich. Er ist seit 2009 Maschinstenausbilder und führt die Standortausbildung bis zur Freigabe als Einsatzfahrer für junge Führerscheininhaber durch. Bei der Beschaffung des HLF20 und des LF10 war Mitglied der Fahrzeugausschüsse und hat sich bei der Schulung der Einsatzkräfte auf den neuen Fahrzeugen engagiert. Andreas Löffler war von 1988 bis 1992 war Gerätewart im alten Gerätehaus in der Hauptstraße. Seit 2008 ist er die tragende Stütze der Kameradschaftspflege in seiner Feuerwehr. Er leitet das Küchenteam und organisiert die Versorgung bei Veranstaltungen, Schulungen, Unterrichten oder nach dem Feuerwehrdienst. Seit 2017 organisiert er mit einem kleinen Team den Reichenbacher Fackellauf.

Zum Schluss verabschiedete Kommandant Dagott unseren Gerätewart Markus Keller in den Ruhestand. Er war fast 30 Jahre ununterbrochen Gerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach an der Fils. Zum 31.12.2025 ist er aus dieser Tätigkeit ausgeschieden. Seine Nachfolger sind Patrick Geus und Lars Friede. Mario Dagott bedankte sich für die langjährige und immer begeisterte Tätigkeit. Er hat sich in all den Jahren immer den ordnungsgemäßen und einsatzbereiten Zustand der Geräte, Fahrzeuge, Uniformen und des Feuerwehrhauses eingesetzt. Er war jederzeit für alle Kameraden ansprechbar und ist immer der ruhende Pol gewesen.

In seinem Schlusswort bedankte er sich bei allen Anwesenden und wies noch auch verschiedene Veranstaltungen im Jahr 2026 hin. So am 18. April auf eine Großübung bei der Firma Remondis in der Leinstelstraße, die Hauptübung und den Feuerwehrhock am 26. Juni, den Familienausflug am 26. September und selbstverständlich den Weihnachtsmarkt und den Fackellauf. Auch am Reichenbacher Cityfestle, das am 25. und 26. Juli in der Hauptstraße stattfindet, wird sich die Feuerwehr beteiligen. ANi

Erscheinung
Reichenbacher Anzeiger
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Ausgabe 13/2026
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