Liebe Leserinnen und Leser!
An Silvester hatte ich den Eindruck, dass eher noch exzessiver „geböllert“ wurde als in den Vorjahren. Dabei waren die Rufe nach einem generellen Verbot zuletzt lauter geworden. Es ist allerdings kein neues Phänomen, dass öffentliche Kritik bisweilen noch mehr Anziehungskraft erzeugt. Zumindest in der Mosbacher Altstadt sind Fakten längst geschaffen – ein Profi-Feuerwerk oder eine Drohnenshow kann immerhin die KI auf dem Smartphone simulieren.
Zunehmende Polarisierung ist omnipräsent. Ich finde es befremdlich, wenn die Suche nach dem „mittleren Weg“ des Ausgleichs heute mitunter als Schwäche gilt. Wie soll es aber im Kleinen anders sein, wenn schon in der Weltpolitik das „Recht des Stärkeren“ vorgeht? Ohne gegenseitige Rücksichtnahme und Regeln, an die sich alle halten, kann kein Zusammenleben auf Dauer funktionieren.
Sicher erwischen auch Sie sich manchmal bei dem Gedanken, was alles anders gelaufen wäre, wenn Sie hier und da selbst Zugriff auf die entscheidenden „Hebel“ gehabt hätten. Vor wenigen Tagen ging es mir einmal wieder so, als ich den Ordner für 2025 im Archiv ablegte und beim Blättern im Schnelldurchlauf eine kleine „Zeitreise“ unternahm.
Vielleicht ist das sogar ein wichtiger Bestandteil der eigenen Reflexion, bevor sich der Blick wieder nach vorne auf neue Herausforderungen richten kann. Als Jubiläumsjahr sowohl für die Große Kreisstadt als auch für den Mosbacher Stadtanzeiger ist in den kommenden Monaten zumindest einiges an Spannung sicher.
Namens unsere Lokalredaktion, aber auch ganz persönlich darf ich Ihnen alles Gute für das neue Jahr wünschen. Und natürlich viel Freude bei der Lektüre unserer vorliegenden, ersten Ausgabe in 2026!
Ihr Frank Heuß
Redaktionelle Betreuung
