Man kann voller Überzeugung sagen, die „Adler“, wie die Vorschüler bei den Watomi-Naturkids am Standort Hochdorf genannt werden, freuen sich auf die Schule und auf ihren neuen Lebensabschnitt. Ein riesiges Abenteuer wartet da schließlich auf die Ältesten der Watomis. Rechnen, Schreiben und endlich mal das ganze Naturwissen in Sachkunde loswerden. Los geht’s!
Doch neben der Vorfreude der 6- bis 7-Jährigen auf all das, was da im September so kommen mag, blicken sie auch zurück auf bis zu 5 Jahre voller einprägsamer, lehrreicher und einfach nur schöner Momente auf unserer Watomi-Wiese. Bei vielen Kindern schwingt da Wehmut mit, wenn sie realisieren, dass die Zeit auf der Wiese irgendwann zu Ende geht. Umso schöner, dass sie im Frühling ihres letzten Kindergartenjahres eine seit einigen Jahren praktizierte Tradition erwartet: Sie pflanzen gemeinsam mit Erziehern und Eltern auf der Kindergartenwiese einen Baum, der bleibt. Der Baum bleibt auf der Wiese, die Kinder bleiben Watomis, auch wenn sie ab September zu neuen Ufern aufbrechen.
Doch mit Wurzelballen ins Loch setzen ist es nicht getan. Teamarbeit ist angesagt. Wenn der Standort des Adlerbaums erst einmal ausgewählt ist, geht’s an die Umsetzung. Und die hat's in sich: Erst mal muss die Brombeerhecke gestutzt werden, damit unser Japanischer Fingerahorn auch genügend Platz und Licht zum Wohlfühlen hat. Hat er genügend Abstand zum nächsten Baum, dass die Wurzeln sich nicht in die Quere kommen? Buddelkompetenzen und Muskelkraft sind gefragt, wenn wir das Pflanzloch ausheben. Oh, und eine Drainage aus Kies dürfen wir nicht vergessen, damit die Wurzeln nicht ertrinken, wenn's mal kräftig regnet. All das bekommen auch die Eltern mit, denn sie sind wichtiger Teil dieser Tradition.
Schon früh im Laufe des Kindergartenjahres stimmen sie sich mit den Erziehern ab, was es dieses Jahr für ein Baum werden soll. Das Material wird beschafft und am Pflanztag standen den Adlern drei hochmotivierte und zupackende Eltern-Helfer zur Seite. So konnten wir dieses Jahr am 6. März zwei Mitmach-Stationen anbieten. An der „Säge-Station“ wurde die dreibeinige Baumstütze zurechtgezimmert, an der „Erdstation“ das Substrat so gemischt, dass der junge Baum richtig gut wächst. Gemeinsam befreiten die Adler dann den Baum mit einer Wurzelmassage von einem Topf, setzten ihn ins Pflanzloch und kippten mit der Schubkarre ihre eigens gemischte Erde auf die Wurzeln.
Zum Finale errichteten die 6 Vorschüler die Baumstütze und posierten dann auch gleich vor dieser für ihr Erinnerungsfoto.
Seht, was ihr geschafft habt: eine Erinnerung, die bleibt.


