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Ein Jahr Engagement für Demokratie (Teil 1)

Ein Jahr nach der Gründung hat die Initiative Gemeinsam für Demokratie (IGfD) ihre erste Jahreshauptversammlung abgehalten. Der gesamte Vorstand...
Das Bild zeigt das Logo der Initiative Gemeinsam für Demokratie e. V., fünf verschiedenfarbige Hände.
Foto: Initiative Gemeinsam für Demokratie e.V.

Ein Jahr nach der Gründung hat die Initiative Gemeinsam für Demokratie (IGfD) ihre erste Jahreshauptversammlung abgehalten. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet. Für die Vorsitzende Katrin Coch ist das eine Bestätigung für ein Jahr, „das nur dank der vielen Hände, Köpfe und Herzen im Verein möglich war“.

„Die Lorbeeren gehören allen“

Gleich zu Beginn ihres Jahresberichts betonte Coch, die Arbeit hätten viele getragen: Engagement in der IGfD habe viele Gesichter und jede Form der Beteiligung sei „wertvoll und unverzichtbar“. Damit setzte sie einen Ton, der den gesamten Rückblick prägte.

Die Gründungslinie des Vereins verlief bemerkenswert zügig: Auf die Versammlung am 10. Februar 2025 folgte bereits am 31. März 2025 die Anerkennung der Gemeinnützigkeit; der Registereintrag schloss sich noch im gleichen Jahr an – ein „Meilensteinpaket“, vor allem von Hans‑Martin Bothmann akribisch vorangetrieben.

Herausragendes Ereignis war das Demokratiefest, das weit über die Grenzen Schriesheims hinaus Anerkennung fand. Dass für Demokratie nicht nur demonstriert, sondern diese gefeiert werde, sei etwas Besonderes. Das Programm reichte von der kreativen Ecke über Musik, Info‑Stände und Begegnungsräume bis hin zu einem viel beachteten Theaterstück über den früheren Bürgermeister Georg Rufer. Besonders bewegend waren die Auftritte Geflüchteter, die ihre persönlichen Geschichten teilten. „Das war gelebte demokratische Kultur – offen, zugewandt, vielfältig“, so das Fazit.

Kooperationen, die tragen: Schulen, Gemeinden, Jugendgemeinderat

Coch stellte heraus, wie früh und selbstverständlich die IGfD Kooperationen aufgebaut hat. Die regelmäßigen Vereinstreffen seien durch die unkomplizierte Unterstützung beider Kirchen erst in dieser Dichte möglich gewesen. Parallel entstand ein produktiver Draht zu den Schriesheimer Schulen, zum Jugendgemeinderat und zu vielen Vereinen und Initiativen in der Region. Diese Netzwerke prägten Projekte vom Demokratiefest bis zu Gedenkformaten und Bildungsangeboten.

Erinnerungskultur als roter Faden

Ein weiterer Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die Gedenkarbeit. Bereits zum dritten Mal organisierte die IGfD die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht; hinzu kam die Unterstützung der Beiträge zum Holocaust‑Gedenktag und zum Volkstrauertag. Im November setzte die Initiative mit Filmabenden – z. B. mit „Die Möllner Briefe“ im Olympia‑Kino – nachdenkliche Akzente. Für Coch sind diese Formate „kulturelle Lernorte“, an denen demokratische Haltung konkret erfahrbar werde.

Nächste Woche folgt Teil 2.

Patrick Schmidt-Kühnle, für die Initiative Gemeinsam für Demokratie

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 07/2026
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