Eine spannende Doppelstunde zu Neuseeland/Aotearoa erlebten Mitte April die Schülerinnen und Schüler der 5c des HBG. Der aus Karlsdorf stammende Dr. Christian Riffel, Professor für Wirtschaftsvölkerrecht und deutscher Honorarkonsul auf der Südinsel des über 20 Flugstunden entfernten Landes, erzählte den staunenden Kindern im Rahmen ihres Englischunterrichts Wissenswertes über Themen wie Geografie, Natur, Klima sowie Alltagsgewohnheiten, typische Sportarten oder das Bildungssystem seiner neuen Heimat.
Die jeweils zwölf Mädchen und Jungen der Klasse zeigten sich begeistert. „Es war sehr interessant zu erfahren, wie man auf der anderen Seite der Erde lebt“, berichtete etwa Leonard Arbogast. Jana Hegelmann, die stellvertretende Klassensprecherin, brachte die allgemeine Gefühlslage der 5c auf den Punkt („Wir haben uns sehr über seinen Besuch gefreut und hoffen, dass er mal wieder vorbeikommt!“), und Felipa Richter als Klassensprecherin bilanzierte: „Zwei tolle Stunden – ein großes Dankeschön an Christian für die schöne Zeit und das neue Wissen!“
Der Kontakt zu dem 2013 ausgewanderten Wahl-Neuseeländer mit badischen Wurzeln, der an der University of Canterbury in Christchurch lehrt und mittlerweile beide Staatsangehörigkeiten besitzt, kam über Klassen- und Englischlehrer Henning Belle zustande. Er leitet den Freundeskreis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im Rhein-Neckar-Raum, mit dem die UNESCO-Projektschule seit Jahren kooperiert und zu dessen Vortragsserie „Heidelberg Talks Online“ Prof. Dr. Christian Riffel eine hochaktuelle Präsentation über „International Economic Law in the Trump Era“ beigetragen hatte. hb
„Gegen das Vergessen“
New York, Kyjiw, Wien und Paris – die Installation „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Fotografen Luigi Toscano hat bereits viele Menschen auf der Welt in ihren Bann gezogen. Sie präsentiert an öffentlichen Plätzen eindrucksvolle großformatige Portraits von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung. Luigi Toscano hat mittlerweile über 500 Portraits geschaffen, die die Betrachter mit ihrem direkten Blick einladen und auffordern zu gedenken und nachzudenken. Im März 2021 wurde er für sein Projekt von der UNESCO zum „Artist for Peace“ ernannt. Im zweiten Trimester war die Ausstellung auch im Schulhof des HBG zu sehen. Eröffnet wurde sie mit einer beeindruckenden Auftaktveranstaltung der SchülerInnen aus den Klassen neun und zwölf in Anwesenheit des Künstlers. Jn


