Wie schnell Jugendliche im Alltag mit dem Gesetz in Konflikt geraten können, zeigte ein eindrucksvoller Vortrag von Dr. Jörg Schlachter, dem Vorsitzenden Richter am Amtsgericht Ettlingen. Bereits zum wiederholten Mal war er am AMG zu Gast, um Schülerinnen und Schüler praxisnah über rechtliche Risiken aufzuklären – mit klaren Worten und zahlreichen Beispielen aus seinem Berufsalltag.
Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die für viele Jugendliche eine große Rolle spielen: die Nutzung von Smartphones und sozialen Netzwerken sowie der Umgang mit Drogen. Dabei machte Dr. Schlachter unmissverständlich klar, dass schon vermeintlich harmlose Handlungen schwerwiegende strafrechtliche Konsequenzen haben können. So kann etwa das Speichern oder Weiterleiten verbotener Bildinhalte – insbesondere im Bereich der Kinderpornografie – schnell zu einer Straftat führen. Auch das Teilen von verfassungswidrigen Symbolen oder entsprechenden Inhalten über soziale Medien kann strafrechtlich verfolgt werden.
Anhand konkreter Fälle verdeutlichte der Richter, wie solche Delikte in der Praxis behandelt werden und welche Folgen sie für die Betroffenen haben können. Besonders eindrücklich waren seine Ausführungen zum Jugendstrafrecht, bei dem neben Strafen auch erzieherische Maßnahmen eine wichtige Rolle spielen.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass beispielsweise Drogenkonsum nicht nur strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann, sondern oft auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche hat – etwa auf den Führerschein oder die schulische und berufliche Zukunft.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 erlebten einen sehr lebendigen Vortrag und einen Richter, dem man auch nach vielen Berufsjahren die Begeisterung für seinen Beruf anmerkte.
Die Veranstaltung wurde dankenswerterweise von der Bürgerstiftung Ettlingen initiiert.